Kardiologen brauchen eine Personalstrategie, die auf die Gewinnung und Bindung technisch ausgebildeter MFA mit Spezialkompetenz in Echokardiografie, EKG-Auswertung und Herzkathetervorbereitung ausgerichtet ist.
Hintergrund
Laut KBV sind rund 2.600 Kardiologen in Deutschland niedergelassen, teils in großen kardiologischen Gemeinschaftspraxen oder Herzzentren. Die technische Ausstattung moderner kardiologischer Praxen umfasst Echokardiografiegeräte (50.000 bis 200.000 Euro), Ergometrie, Langzeit-EKG-Auswertesysteme und teils invasive Diagnostik. All diese Geräte erfordern eingearbeitetes Personal, das Untersuchungen selbstständig vorbereiten und Vorbefunde auswerten kann.
Die Einarbeitung einer technisch kompetenten MFA für die Kardiologie dauert 6 bis 18 Monate. Kardiologen, die in diese Zeit investieren und durch übertarifliche Vergütung (marktüblich: 18 bis 24 Euro/Stunde für erfahrene technische MFA), Weiterbildungsmöglichkeiten und wertschätzendes Arbeitsklima binden, bauen einen erheblichen Praxisvorteil auf.
Ärzteversichert weist Kardiologen als Praxisinhaber darauf hin, dass die eigene BU-Absicherung Herzerkrankungen und Stressfolgeerkrankungen in der Definition einschließen sollte.
Wann gilt das nicht?
Klinisch angestellte Kardiologen ohne Praxisführungsverantwortung benötigen keine eigene Personalstrategie. Kardiologen im Angestelltenverhältnis bei MVZ-Trägern haben die Personalverantwortung ebenfalls weitgehend delegiert.
Quellen
- Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV): Kardiologische Versorgungsstruktur
- Bundesärztekammer: Facharztweiterbildung Kardiologie
- Bundesministerium für Gesundheit: Herzkreislauferkrankungen und Versorgung
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