Notfallmediziner benötigen eine Personalstrategie, die lückenlose Schichtabdeckung, interdisziplinäre Kompetenz und schnelle Entscheidungsfähigkeit des gesamten Teams gewährleistet.
In der Notfallmedizin steht eine belastbare Schichtplanung im Mittelpunkt: Mindestens 1,5 Vollzeitstellen pro Arzt sind für einen 24/7-Betrieb kalkulatorisch einzuplanen. Qualifizierte Medizinische Fachangestellte mit Rettungsassistenten-Erfahrung und regelmäßige Simulationstrainings sind ebenso unverzichtbar.
Hintergrund
Notfallmedizinische Einrichtungen unterliegen strengen Besetzungsvorgaben: Laut KBV-Richtlinie müssen Notfallambulanzen zu den Kernzeiten ärztlich besetzt sein. Die Fluktuation in diesem Bereich liegt mit bis zu 25 Prozent pro Jahr deutlich über dem ärztlichen Durchschnitt, was eine kontinuierliche Rekrutierungsstrategie erfordert. Notfallmediziner sollten in Stellenausschreibungen gezielt auf Zusatzweiterbildungen (ATLS, ACLS) hinweisen und Rotationsmodelle mit Krankenhäusern anbieten, um Nachwuchs zu gewinnen. Eine digitale Dienstplanung reduziert Planungsaufwand um bis zu 30 Prozent.
Ärzteversichert unterstützt Notfallmediziner bei der Absicherung von Ausfallzeiten durch Berufsunfähigkeitsversicherungen, die an den besonderen Belastungsprofil der Fachrichtung angepasst sind.
Wann gilt das nicht?
Niedergelassene Notfallmediziner ohne Bereitschaftsdienstverpflichtung und ohne 24/7-Öffnungszeiten können mit einem kleineren Personalstamm auskommen. Ermächtigte Ärzte an Kliniken sind personalrechtlich in die Klinikstrukturen eingebunden.
Quellen
- Kassenärztliche Bundesvereinigung – Notfallversorgung
- Bundesärztekammer – Weiterbildungsordnung
- Bundesministerium für Gesundheit
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