Onkologische Praxen und MVZ benötigen eine Personalstrategie, die neben medizinischer Fachkompetenz besonders die psychosoziale Belastbarkeit und kontinuierliche Weiterbildung aller Mitarbeitenden sicherstellt.
In der Onkologie ist die Mitarbeiterbindung entscheidend: Einarbeitungskosten für spezialisierte Onkologiepflegekräfte liegen bei 15.000 bis 25.000 Euro. Regelmäßige Supervision, Fortbildungen zu neuen Therapieprotokollen und leistungsgerechte Vergütung senken die Fluktuation deutlich.
Hintergrund
Onkologiepflegekräfte mit der Fachweiterbildung „Onkologische Pflege" (DKG-Zertifizierung, 720 Unterrichtsstunden) sind am Markt knapp. Niedergelassene Onkologen sollten daher mit Klinikkooperationen auf Rotationsbasis arbeiten, um qualifiziertes Personal auszubilden. Chemotherapie-Zubereitungen erfordern nach den TRBA 100-Richtlinien speziell geschultes Personal und müssen in geeigneten Räumen erfolgen. Für den Arztbereich ist die Zusatzweiterbildung „Medizinische Tumortherapie" nach Musterweiterbildungsordnung der Bundesärztekammer nachzuweisen. Onkologiepflegekräfte verdienen durchschnittlich 3.500 bis 4.500 Euro brutto.
Ärzteversichert hilft Onkologen, Versicherungsschutz für den Praxisbetrieb bei Personalengpässen und Betriebsunterbrechungen zu optimieren.
Wann gilt das nicht?
Krankenhausärzte in Onkologie-Abteilungen sind in die Klinikpersonalplanung eingebunden. Hämatoonkologische MVZ mit mehr als zehn Ärzten haben eigene Personalverantwortliche, für die diese Strategie nur als Rahmen gilt.
Quellen
- Bundesärztekammer – Musterweiterbildungsordnung
- Kassenärztliche Bundesvereinigung
- Bundesministerium für Gesundheit
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