Orthopädische Praxen benötigen eine Personalstrategie, die ein hohes Patientenvolumen effizient bewältigt, Apparatemedizin optimal einsetzt und Kooperationen mit Physiotherapie und Reha koordiniert.

Orthopädische Praxen behandeln im Schnitt 60 bis 80 Patienten pro Arzt und Tag. Entscheidend ist eine MFA-Struktur, die Röntgen-Fachkunde, Wundversorgung und Terminmanagement abdeckt, sowie enge Kooperationen mit Physiotherapeuten für nahtlose Behandlungspfade.

Hintergrund

Die Röntgenfachkunde nach Strahlenschutzverordnung ist für mindestens eine MFA in orthopädischen Praxen Pflicht. Orthopädische Praxen profitieren von einem Teamassistenzmodell: Eine Arztentlastungsassistentin (ATA) übernimmt Verbände, Injektionsvorbereitung und Dokumentation und steigert so die Arztkapazität um 15 bis 20 Prozent. Der durchschnittliche MFA-Bruttolohn in der Orthopädie liegt bei 2.600 bis 3.200 Euro monatlich. Praxen mit mehr als vier Ärzten sollten eine Praxismanagerin einsetzen, die Personalplanung und Abrechnungscontrolling übernimmt.

Ärzteversichert informiert Orthopäden über Absicherungsoptionen bei Praxisausfall und Berufshaftpflicht für operative Leistungen.

Wann gilt das nicht?

Orthopäden in reinen Klinikstrukturen sind der klinischen Personalplanung untergeordnet. Gemeinschaftspraxen mit Unfallchirurgie haben abweichende Anforderungen an das Personalportfolio.

Quellen

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