Psychiatrische Praxen benötigen eine Personalstrategie, die multiprofessionelle Zusammenarbeit, strukturierte Krisenintervention und ausreichend Kapazitäten für zeitintensive Gesprächsleistungen sicherstellt.
Psychiater verbringen im Schnitt 20 bis 40 Minuten pro Patientenkontakt, was die Fallzahl auf 20 bis 30 Patienten täglich begrenzt. Ein Team aus psychologischen Psychotherapeuten, Sozialpädagogen und gut ausgebildeten MFA ermöglicht eine strukturierte Aufgabenverteilung und erhöht die Versorgungskapazität.
Hintergrund
Psychiatrische Institutsambulanzen (PIA) nach § 118 SGB V können Patienten auch ohne Überweisung behandeln und erhalten eine eigene Vergütung. Niedergelassene Psychiater arbeiten häufig in nervenärztlichen Gemeinschaftspraxen mit Neurologen. Das Schnittstellenmanagement zwischen ambulanter, teilstationärer und stationärer Versorgung erfordert erfahrenes Case-Management-Personal. Sozialarbeiter und Sozialpädagogen ergänzen das Team mit Bruttolöhnen von 2.900 bis 3.800 Euro. Pflichtfortbildungen umfassen jährlich mindestens 10 CME-Punkte mit Bezug zu Psychiatrie und Psychotherapie.
Ärzteversichert berät Psychiater zu besonderen Berufshaftpflichtrisiken in der psychiatrischen Versorgung und zur passenden Absicherung.
Wann gilt das nicht?
Rein psychotherapeutisch tätige Ärzte ohne psychiatrische Kassenzulassung folgen anderen Strukturanforderungen. Forensische Psychiater in Maßregelvollzug unterliegen dem Justizvollzugsrecht.
Quellen
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