Sportmedizinische Praxen benötigen eine Personalstrategie, die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Physiotherapeuten und Sportwissenschaftlern, flexible Öffnungszeiten und spezialisierte Diagnostikkompetenz verbindet.
Sportmedizin ist häufig eine Zusatzweiterbildung ergänzend zur Inneren Medizin oder Orthopädie. Praxen profitieren von fest eingebundenen Physiotherapeuten sowie Sportwissenschaftlern für Leistungsdiagnostik. Abend- und Wochenendtermine sind in vielen sportmedizinischen Praxen Standard und erfordern entsprechende Arbeitszeitmodelle.
Hintergrund
Die Zusatzweiterbildung Sportmedizin erfordert 80 Stunden Theorie und praktische Erfahrung in sportärztlicher Untersuchung. Sportärztliche Leistungen werden teils als IGeL-Leistungen (z. B. Sporttauglichkeitsuntersuchungen) abgerechnet und erfordern spezielle Abrechnungskenntnisse des Personals. Sportmedizinische Praxen mit Profi-Vereinsverträgen brauchen flexible Bereitschaftsmodelle für Spieltage und Auswärtsreisen. Physiotherapeuten verdienen in Kooperationspraxen 2.800 bis 3.500 Euro brutto. Eine MFA mit EKG- und Ergometrie-Erfahrung ist für Spiroergometrien unverzichtbar.
Ärzteversichert berät Sportmediziner zu Berufshaftpflicht bei IGeL-Leistungen und der Absicherung bei Arbeitskraftverlust.
Wann gilt das nicht?
Mannschaftsärzte von Profi-Vereinen sind in deren Strukturen eingebunden. Rehazentren mit sportmedizinischer Ausrichtung folgen eigenen Personalschlüsseln.
Quellen
- Bundesärztekammer – Zusatzweiterbildung Sportmedizin
- Kassenärztliche Bundesvereinigung
- Bundesministerium für Gesundheit
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