Urologische Praxen benötigen eine Personalstrategie, die spezialisierte MFA-Kompetenzen in Sonographie und endoskopischen Assistenzleistungen mit einem breiten Patientenspektrum von Inkontinenz bis Onkologie verbindet.
Urologie umfasst ein sehr breites Leistungsspektrum. MFA mit Katheter- und Sonographieerfahrung sowie Kenntnissen der urologischen Abrechnung (z. B. EBM-Ziffern für urodynamische Untersuchungen) sind für wirtschaftlichen Praxisbetrieb unverzichtbar. Pro Arzt werden typischerweise 2 bis 3 Vollzeit-MFA benötigt.
Hintergrund
Urologische Praxen behandeln ein breites Spektrum: von Blasenschwäche über Prostatakarzinom bis zu Kinderurologie. Für Tumorsprechstunden nach DKG-Zertifizierung sind spezielle Qualitätsnachweise des Personals Pflicht. Die Delegation von Ultraschalluntersuchungen an qualifizierte MFA ist nach §§ 28, 57 BMV-Ä unter Aufsicht möglich und entlastet den Arzt. MFA in urologischen Praxen verdienen 2.600 bis 3.400 Euro brutto. Inkontinenzberatung durch geschulte Kontinenzberaterinnen (DKG-Zertifikat) verbessert Versorgungsqualität und Patientenzufriedenheit.
Ärzteversichert hilft Urologen, den Versicherungsschutz für endoskopische und ambulant-operative Tätigkeiten zu optimieren.
Wann gilt das nicht?
Krankenhausurologen unterliegen klinikinterner Personalplanung. Rein privatärztliche urologische Praxen haben abweichende Abrechnungs- und Personalanforderungen.
Quellen
- Kassenärztliche Bundesvereinigung
- Bundesärztekammer – Weiterbildungsordnung Urologie
- Bundesministerium für Gesundheit
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