Aktien-Einzelwerte bietet Ärzten interessante Investmentmöglichkeiten, ist aber mit spezifischen Risiken verbunden, die es im Kontext eines ärztlichen Gesamtvermögensportfolios zu berücksichtigen gilt.

Aktien-Einzelwerte für Ärzte tragen das Klumpenrisiko: Ein Unternehmensereignis kann zum Totalverlust führen. Ohne breite Diversifikation ist das Verlustrisiko bei Einzelaktien bis zu 5-mal höher als bei ETF-Portfolios.

Hintergrund

Aktien-Einzelwerte sind die risikoreichste Form der Direktanlage. Ärzte neigen aufgrund ihrer Fachkenntnisse dazu, in Healthcare-Aktien zu investieren – das erhöht die Korrelation mit dem eigenen Berufseinkommen und damit das Gesamtrisiko. Unternehmensspezifische Risiken (Management-Skandale, Produktrückrufe, Bilanzbetrug) können zu Kursverlusten von 50 bis 100 Prozent führen. Die Mindestdiversifikation bei Einzelaktien liegt bei 20 bis 30 Titeln aus verschiedenen Branchen und Ländern. Transaktionskosten und Zeitaufwand für Research übersteigen bei kleinen Depots oft den Mehrertrag gegenüber kostengünstigen ETFs.

Ärzteversichert empfiehlt Ärzten, Kapitalanlagen stets im Kontext ihrer Gesamtversorgungssituation zu planen, zu der auch die Versorgungswerksrente und die Berufsunfähigkeitsabsicherung gehören.

Wann gilt das nicht?

Ärzte, die über ein Family Office oder professionellen Vermögensverwalter in Einzelaktien investieren, haben einen strukturierten Risikomanagementprozess und weichen von dieser Einschätzung ab.

Quellen

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