Immobilienfonds bietet Ärzten interessante Investmentmöglichkeiten, ist aber mit spezifischen Risiken verbunden, die es im Kontext eines ärztlichen Gesamtvermögensportfolios zu berücksichtigen gilt.

Immobilienfonds bieten breite Streuung über viele Objekte, können aber im Krisenfall Rückgaben aussetzen – wie 2008/09, als mehrere offene Fonds jahrelang die Auszahlung stoppten.

Hintergrund

Offene Immobilienfonds investieren in Gewerbeimmobilien und können täglich gehandelt werden – im Krisenfall aber nicht. § 255 KAGB erlaubt eine 24-monatige Rückgabesperre und bis zu 12-monatige Aussetzung der Rücknahme. Geschlossene Immobilienfonds sind illiquide: Das eingezahlte Kapital ist für 10 bis 20 Jahre gebunden. Risiken: Leerstände in Portfolioobjekten, Managementqualität, Währungsrisiko bei internationalen Fonds. Renditen bei offenen Fonds lagen 2023/24 bei 2 bis 4 Prozent – oft hinter Inflation. Ärzte sollten auf Fonds mit guter Diversifikation (mindestens 20 Objekte, verschiedene Nutzungsarten) achten.

Ärzteversichert empfiehlt Ärzten, Kapitalanlagen stets im Kontext ihrer Gesamtversorgungssituation zu planen, zu der auch die Versorgungswerksrente und die Berufsunfähigkeitsabsicherung gehören.

Wann gilt das nicht?

REITs (Real Estate Investment Trusts) an der Börse bieten mehr Liquidität, aber höhere Kursschwankungen als offene Immobilienfonds.

Quellen

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