Nachhaltiges Investieren bietet Ärzten interessante Investmentmöglichkeiten, ist aber mit spezifischen Risiken verbunden, die es im Kontext eines ärztlichen Gesamtvermögensportfolios zu berücksichtigen gilt.

Nachhaltiges Investieren (ESG) ist keine Garantie für höhere Rendite und birgt Risiken durch uneinheitliche Ratings, Greenwashing und Ausschlüsse ertragstarker Sektoren wie Energie.

Hintergrund

ESG-Fonds (Environmental, Social, Governance) schließen bestimmte Unternehmen oder Sektoren aus (z. B. Waffenhersteller, fossile Energie). Das führt zu einer Abweichung vom breiten Marktindex und kann in bestimmten Marktphasen zu Minderrendite führen (z. B. 2022 outperformten Energieaktien den ESG-Markt stark). ESG-Ratings sind nicht standardisiert: MSCI und Sustainalytics können dasselbe Unternehmen sehr unterschiedlich bewerten. Greenwashing ist ein reales Risiko; die EU SFDR-Klassifizierung (Artikel 8/9) soll mehr Transparenz schaffen. Ärzte sollten auf die Methodik des ESG-Screenings und die Kostenstruktur achten.

Ärzteversichert empfiehlt Ärzten, Kapitalanlagen stets im Kontext ihrer Gesamtversorgungssituation zu planen, zu der auch die Versorgungswerksrente und die Berufsunfähigkeitsabsicherung gehören.

Wann gilt das nicht?

Impact-Investing-Fonds mit gemessenem gesellschaftlichem Nutzen unterscheiden sich konzeptionell von reinem ESG-Screening.

Quellen

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