Praxis als Kapitalanlage bietet Ärzten interessante Investmentmöglichkeiten, ist aber mit spezifischen Risiken verbunden, die es im Kontext eines ärztlichen Gesamtvermögensportfolios zu berücksichtigen gilt.

Die eigene Arztpraxis als Kapitalanlage (Kauf der Praxisimmobilie) bindet Kapital in einem einzigen Objekt und birgt Leerstandsrisiken bei Praxisaufgabe sowie Marktrisiken bei der Wertentwicklung.

Hintergrund

Ärzte, die ihre Praxisräume kaufen statt mieten, investieren typischerweise 200.000 bis 800.000 Euro in eine Spezialimmobilie. Vorteil: Mietersparnis und potenzieller Wertzuwachs. Risiken: Klumpenrisiko – das gesamte Investment ist an den Praxiserfolg geknüpft. Bei Praxisaufgabe, Nachfolgeproblematik oder Umzug kann die Immobilie schwer vermietbar sein (Sondernutzungsräume). Die Wertentwicklung hängt vom Standort, der regionalen Gesundheitsversorgung und dem Zustand der Immobilie ab. Fremdfinanzierung erhöht das Risiko durch Zinsänderungen. Ein eigenes Objekt erlaubt keine schnelle Anpassung an Veränderungen im Gesundheitsmarkt.

Ärzteversichert empfiehlt Ärzten, Kapitalanlagen stets im Kontext ihrer Gesamtversorgungssituation zu planen, zu der auch die Versorgungswerksrente und die Berufsunfähigkeitsabsicherung gehören.

Wann gilt das nicht?

Praxen in Gesundheitszentren oder an Klinikstandorten haben bessere Vermietungsperspektiven als Einzelstandorte. Kauf über eine Praxis-GmbH & Co. KG hat andere steuerliche Implikationen.

Quellen

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