Vermögensverwalter bietet Ärzten interessante Investmentmöglichkeiten, ist aber mit spezifischen Risiken verbunden, die es im Kontext eines ärztlichen Gesamtvermögensportfolios zu berücksichtigen gilt.

Vermögensverwalter bieten professionelles Management, sind aber kostenintensiv (1 bis 2 Prozent p.a.) und können Interessenkonflikte haben, wenn sie eigene Produkte empfehlen.

Hintergrund

Professionelle Vermögensverwalter übernehmen Anlageentscheidungen auf Basis einer Anlagepolitik. Kosten für reguläre Vermögensverwaltung liegen bei 1 bis 2 Prozent p.a. des verwalteten Vermögens plus Produktkosten. Risiken: Interessenkonflikte, wenn der Verwalter für empfohlene Fonds Provisionen erhält (Zuwendungsverbot nach MiFID II gilt, wird aber nicht immer vollständig eingehalten). Performance-Messen ist schwierig ohne geeignete Benchmark. Qualität variiert stark; BaFin-Lizenz (§ 32 KWG) ist Mindestanforderung. Honorarberater ohne Provisionen bieten eine interessenkonfliktfreiere Alternative, kosten aber ebenfalls 0,5 bis 1,5 Prozent p.a.

Ärzteversichert empfiehlt Ärzten, Kapitalanlagen stets im Kontext ihrer Gesamtversorgungssituation zu planen, zu der auch die Versorgungswerksrente und die Berufsunfähigkeitsabsicherung gehören.

Wann gilt das nicht?

Robo-Advisor sind für Vermögen bis 500.000 Euro oft eine kostengünstigere Alternative. Für sehr komplexe Vermögen (über 5 Millionen Euro) kann professionelle Verwaltung die Mehrkosten rechtfertigen.

Quellen

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