Die für Chirurgen besonders relevanten Risiken ergeben sich aus dem spezifischen Tätigkeitsprofil der Chirurgie und umfassen medizinische Haftung, wirtschaftliche Risiken und berufsrechtliche Pflichten.

Chirurgen tragen das höchste medizinische Haftungsrisiko aller Fachrichtungen: Operationsfehler können irreversible Schäden verursachen; Berufshaftpflichtprämien liegen bei 5.000 bis 20.000 Euro jährlich.

Hintergrund

Chirurgen haften für alle intraoperativen und postoperativen Komplikationen. Häufige Haftungsursachen: Nervenschäden, Wundinfektion, falsche Seitenoperation, Fremdkörper im Operationsgebiet. Die WHO-Sicherheitscheckliste ist bei Operationen verpflichtend und dient als Beweismittel für ordnungsgemäßes Vorgehen. Haftpflichtprämien für operative Chirurgen liegen bei 5.000 bis 20.000 Euro jährlich. Neben dem Haftungsrisiko besteht ein hohes Risiko der Berufsunfähigkeit durch Handverletzungen oder Erkrankungen, die die Operationsfähigkeit beeinträchtigen; Chirurgen sollten ihre Berufsunfähigkeitsversicherung unbedingt auf diese spezifischen Risiken abstimmen. Fehlermeldesysteme (CIRS) sind in chirurgischen Abteilungen Pflichtbestandteil des QM nach KBV-Richtlinie. Regressrisiken entstehen bei nicht wirtschaftlicher Wahl von Implantaten gegenüber Krankenkassen.

Ärzteversichert hilft Chirurgen, die spezifischen Risiken ihrer Fachrichtung durch passende Berufshaftpflicht- und Berufsunfähigkeitsversicherungen adäquat abzusichern.

Wann gilt das nicht?

Chirurgen, die keine Operationen mehr durchführen (z. B. Gutachter), haben ein deutlich geringeres akutes Haftungsrisiko.

Quellen

Persönliche Beratung zu diesem Thema?

Kostenfreie Erstberatung anfragen →