Notfallmediziner treffen lebenswich-tige Entscheidungen unter Zeitdruck und mit oft unvollständigen Informationen. Dies erhöht das Haftungsrisiko und die Belastung durch Burnout erheblich.

Was das bedeutet

Notfallmediziner handeln unter extremem Zeitdruck und mit unvollständigen Informationen. Dies erhöht das Risiko von Fehldiagnosen und Behandlungsfehlern, die haftungsrechtlich relevant werden können.

Die Berufshaftpflichtversicherung ist für alle Ärzte Pflicht, jedoch sollten Notfallmediziner sicherstellen, dass die Deckungssummen und der Versicherungsumfang der spezifischen Tätigkeit angemessen sind. In vielen Fachrichtungen sind Mindestdeckungssummen von 3 bis 5 Millionen Euro empfehlenswert.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist ebenso unverzichtbar. Notfallmediziner sind durch Schichtarbeit, chronischen Stress und emotionale Erschöpfung besonders Burnout-gefährdet. Eine gute BU-Police sollte die konkrete ärztliche Fachtätigkeit absichern, nicht nur die Tätigkeit als Arzt allgemein.

Praktische Hinweise für Ärzte

  • Berufshaftpflicht prüfen: Stimmen die versicherten Behandlungsleistungen mit Ihrem tatsächlichen Leistungsspektrum überein? Neue Verfahren müssen nachgemeldet werden.
  • Deckungssummen regelmäßig anpassen: Urteilssummen in Arzthaftpflichtprozessen steigen langfristig. Überprüfen Sie mindestens alle fünf Jahre, ob Ihre Deckung ausreicht.
  • BU früh abschließen: Je jünger und gesünder, desto günstiger die BU-Prämie. Mit steigendem Alter nehmen Vorerkrankungen zu, die zu Ausschlüssen führen können.
  • Anonyme Voranfrage nutzen: Vor dem BU-Antrag empfiehlt sich eine anonyme Risikovoranfrage, um die Konditionen verschiedener Anbieter zu vergleichen.

Das Team von Ärzteversichert berät Sie unabhängig zu Ihrer individuellen Absicherung.

Quellen:

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