Onkologen, die sich niederlassen oder eine Praxis eröffnen möchten, müssen bei der Standortwahl besondere Faktoren berücksichtigen. Neben dem klassischen Einzugsgebiet spielen Nähe zu Kliniken, Infrastruktur und die lokale Versorgungssituation eine wichtige Rolle.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Onkologische Praxen benötigen einen ausreichend großen Patientenstamm, da die Behandlungen zeitintensiv und aufwendig sind
  • Die Nähe zu einem zertifizierten Tumorzentrum ist für die Vernetzung und Weiterbehandlung wichtig
  • Barrierefreiheit und ausreichend Parkplätze sind für das onkologische Klientel besonders bedeutsam

Ausführliche Antwort

Die Standortwahl für eine onkologische Praxis ist komplex, weil Onkologie eine Fachrichtung mit spezialisiertem Klientel ist. Onkologische Patienten sind häufig älter, haben längere Fahrtzeiten und benötigen engmaschige Betreuung. Das bedeutet: Ein Standort in der Nähe von Wohngebieten mit älterer Bevölkerung ist vorteilhaft.

Die Zulassungsregionen für Onkologie sind in vielen Ballungsgebieten gut besetzt. Ärzte sollten prüfen, welche Versorgungsaufgaben in der Zulassungsregion noch nicht vollständig abgedeckt sind. In ländlichen Regionen besteht häufig noch Bedarf, besonders für die ambulante Chemotherapie oder die hämatologische Versorgung.

Räumliche Anforderungen sind in der Onkologie erheblich: Für eine ambulante Chemotherapiepraxis werden Behandlungsstuhl-Einheiten, eine sichere Zytostatika-Aufbereitungszone, Kühlmöglichkeiten und Notfallequipment benötigt. Die Anforderungen an den Brandschutz und die Entsorgung von Zytostatika-Abfall sind gesetzlich geregelt und bei der Standortwahl einzuplanen.

Worauf Ärzte besonders achten sollten

Onkologen, die eine Praxis planen, sollten ihre Absicherung von Anfang an auf die spezifischen Risiken der Onkologie abstimmen. Ärzteversichert berät bei der praxisbezogenen Versicherungsplanung.

Quellen und weiterführende Informationen

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