Urologen mit eigener Praxis und ambulantem OP-Betrieb haben breite steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten. Besonders relevant sind Geräteabschreibungen für Endoskopie und Urodynamik, OP-Materialkosten und die steuerliche Behandlung von DMP-Vergütungen.

Hintergrund

Folgende Steuervorteile sind für Urologen besonders relevant:

  • Endoskopiegeräte abschreiben: Zystoskope, Ureteroskope und urodynamische Messgeräte werden steuerlich über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben.
  • OP-Materialien: Verbrauchsmaterialien, Implantate (z.B. Inkontinenz-Bänder) und Energiegeräte für urologische Eingriffe sind Betriebsausgaben.
  • DMP-Vergütungen: Einnahmen aus DMP Prostatakarzinom sind als Betriebseinnahmen zu deklarieren. Alle zugehörigen Kosten (Dokumentation, Schulungen) sind Betriebsausgaben.
  • Fotodynamische Diagnostik: Kosten für Aminolevulinsäure (Hexvix) und zugehörige Ausrüstung sind Betriebsausgaben.
  • Fortbildungskosten: DGU-Kongresse, Endourologiekurse und roboterchirurgische Trainingsprogramme sind absetzbar.

Praktische Hinweise für Ärzte

  1. Belege lückenlos sammeln: Alle beruflich veranlassten Ausgaben sollten mit Quittungen und Belegen dokumentiert werden.
  2. Steuerberater mit Arzt-Expertise: Ein Steuerberater, der auf Ärzte und Freiberufler spezialisiert ist, kennt fachrichtungsspezifische Abzugsmöglichkeiten und optimiert Ihre Erklärung.
  3. Jahresplanung durchführen: Planen Sie Investitionen und Rürup-Einzahlungen vorausschauend, um den steuerlichen Effekt zu maximieren.
  4. Investitionsabzugsbetrag prüfen: Bei geplanten Investitionen in den nächsten drei Jahren sollte geprüft werden, ob ein IAB nach § 7g EStG genutzt werden kann.
  5. Versicherungskosten steueroptimieren: Ärzteversichert hilft Ihnen, die steuerliche Absetzbarkeit Ihrer Berufshaftpflicht, BU und weiteren Versicherungen optimal zu nutzen.

Quellen:

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