Fachärzte haben trotz vollendeter Ausbildung noch Zugang zu Stipendien und Förderungen, insbesondere für Forschungsaufenthalte, Spezialisierungen und internationale Fellowships. Die Finanzierungsquellen reichen von Fachgesellschaften über öffentliche Stellen bis zu Pharmaunternehmen.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • DAAD bietet Forschungsstipendien für Auslandsaufenthalte an, auch für fertig ausgebildete Ärzte
  • Fachgesellschaften (z.B. DGK, DGIM) vergeben Reise- und Forschungsstipendien für Mitglieder
  • Industrie-Stipendien sind verfügbar, aber an Transparenzregeln und Pharmakodex gebunden

Ausführliche Antwort

Fachärzte, die sich weiter spezialisieren oder an Forschungsprojekten teilnehmen möchten, können verschiedene Stipendienquellen anzapfen. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) fördert Forschungsaufenthalte im Ausland mit bis zu 2.000 Euro monatlich; Ärzte mit abgeschlossener Facharztausbildung und einem klaren Forschungsplan sind förderungsfähig.

Medizinische Fachgesellschaften vergeben jährlich Stipendien an Mitglieder: Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) fördert Auslandsaufenthalte an renommierten Herzzentren, die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) bietet das Jungen Forum-Stipendium. Die Stiftung Verum, Robert Bosch Stiftung und Else Kröner-Fresenius-Stiftung vergeben Stipendien für medizinische Forschung, auch für klinisch tätige Fachärzte.

Pharmaunternehmen und Medizintechnikfirmen finanzieren Fellowships und Auslandsrotationen, müssen dabei aber die Vorgaben des Pharmakodex (VfA und Behörden) einhalten: Förderungen müssen transparent sein, dürfen keine Gegenleistungen in Form von Verordnungen oder Gerätekäufen implizieren und müssen der ärztlichen Kammer gemeldet werden.

Worauf Ärzte besonders achten sollten

Während eines Stipendienaufenthalts im Ausland sollten Fachärzte ihre Berufsunfähigkeitsversicherung auf internationale Gültigkeit und die Auslandskrankenversicherung prüfen. Ärzteversichert berät Fachärzte vor Auslandsaufenthalten zu allen notwendigen Versicherungsanpassungen.

Quellen und weiterführende Informationen

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