Kardiologen, die interventionelle Eingriffe wie Herzkatheteruntersuchungen durchführen, haben einen der höchsten Strahlenexpositionen aller Arztgruppen. Für diese Tätigkeiten gelten besonders strenge Strahlenschutzanforderungen.

Hintergrund

Folgende Strahlenschutz-Anforderungen sind für Kardiologen besonders relevant:

  • Fachkunde für Herzkatheterlabor: Für die Bedienung von Herzkatheterlaboren ist eine spezifische Fachkunde erforderlich. Diese wird durch Kurse der DGK und des DEGIR erworben.
  • Persönliche Schutzausrüstung: Bleischürze, Schilddrüsenschutz, Augenbrillenschutz und Strahlenschutzhandschuhe sind im Herzkatheterlabor unverzichtbar.
  • Dosismonitoring: Kardiologen in interventionellen Laboren müssen Personendosimeter tragen. Die monatlichen Dosiswerte werden ausgewertet und im Strahlenschutzregister erfasst.
  • Dosisoptimierungsprogramme: Moderne Herzkatheterlabore haben integrierte Dosisoptimierungssysteme. Kardiologen sollten mit deren Einstellungen vertraut sein.
  • Fortbildungspflicht: Die Fachkunde muss alle fünf Jahre durch Aktualisierungskurse erneuert werden.

Praktische Hinweise für Ärzte

  1. Fachkunde aktuell halten: Die Fachkunde im Strahlenschutz muss alle fünf Jahre durch Aktualisierungskurse erneuert werden. Fristen rechtzeitig im Blick behalten.
  2. Behördliche Pflichten kennen: Anzeige- und Genehmigungspflichten für neue Geräte rechtzeitig klären, da Genehmigungsverfahren mehrere Monate dauern können.
  3. Gerätebuch lückenlos führen: Alle Wartungen, Prüfungen und Reparaturen müssen dokumentiert werden. Das Gerätebuch ist bei behördlichen Kontrollen vorzuzeigen.
  4. Qualitätssicherungsprogramm implementieren: Konstanzprüfungen sollten in einem festen Qualitätsmanagementsystem verankert sein.
  5. Haftpflicht für Strahlenschäden prüfen: Strahlenschäden können erhebliche Haftungsansprüche auslösen. Ärzteversichert berät zu einer ausreichenden Berufshaftpflicht.

Quellen:

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