Augenärzte kennen die Notwendigkeit regelmäßiger Augenuntersuchungen aus ihrer täglichen Praxis besonders gut. Dennoch versäumen viele die eigene Vorsorge. Laser- und UV-Exposition im Praxisalltag erhöhen das spezifische Risiko.

Hintergrund

Folgende Vorsorgeuntersuchungen sind für Augenärzte besonders empfehlenswert:

  • Eigene Augenkontrolle: Augenärzte sollten ihre eigene Sehkraft und ihren Augeninnendruck regelmäßig von einem Kollegen kontrollieren lassen. Eigene Untersuchungen sind nicht ausreichend objektiv.
  • Laser-Schutz: Regelmäßige Überprüfung des Schutzes bei Laserarbeiten. Schutzbrillenpflicht einhalten.
  • Glaukom-Vorsorge: Besonders für Augenärzte mit familiärer Belastung: regelmäßige Tonometrie und Gesichtsfelduntersuchung.
  • UV-Schutz: Ophthalmologische Instrumentenlampen erzeugen UV-Strahlung. Langfristiger Schutz und Kontrollen sind wichtig.
  • Allgemeine Vorsorge: Check-up, Krebsfrüherkennungsuntersuchungen und Impfstatus wie bei jedem Arzt.

Praktische Hinweise für Ärzte

  1. Eigene Vorsorge nicht vernachlässigen: Ärzte sind häufig die schlechtesten Patienten ihrer eigenen Empfehlungen. Planen Sie Vorsorgeuntersuchungen fest im Kalender ein.
  2. Kollegiale Behandlung bevorzugen: Selbstdiagnose und Selbstbehandlung sind fehleranfällig. Lassen Sie sich von einem Kollegen außerhalb Ihrer eigenen Praxis untersuchen.
  3. Berufliche Risiken dokumentieren: Strahlendosen, Nadelstichverletzungen und Exposition gegenüber Gefahrstoffen sollten dokumentiert und regelmäßig ausgewertet werden.
  4. Psychische Gesundheit als Priorität: Ärzte haben hohe Burnout-Raten. Supervision, Peer-Support und Eigentherapie bei Bedarf sind wichtige präventive Maßnahmen.
  5. Berufshaftpflicht und BU überprüfen: Ärzteversichert hilft, den Versicherungsschutz bei Arbeitsunfähigkeit durch Krankheit sicherzustellen und optimal zu gestalten.

Quellen:

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