Internisten kennen die Risikofaktoren für kardiovaskuläre und metabolische Erkrankungen aus ihrer täglichen Praxis besonders gut. Dennoch vernachlässigen viele die eigene Gesundheitsvorsorge.
Hintergrund
Folgende Vorsorgeuntersuchungen sind für Internisten besonders empfehlenswert:
- Kardiovaskuläres Risikoprofil: Regelmäßige Kontrolle von Blutdruck, Cholesterin, Blutzucker und BMI. Internisten kennen die Leitlinien besser als jeder andere, sollten sie aber auch für sich selbst anwenden.
- Krebsfrüherkennungsuntersuchungen: Darmkrebsvorsorge (Koloskopie ab 50), Gastroenterologie-Endoskopie bei entsprechenden Risikofaktoren.
- Schilddrüsenkontrolle: Schilddrüsenerkrankungen sind häufig. Regelmäßige Sonografie und TSH-Bestimmung sind empfehlenswert.
- Burnout-Prävention: Internisten in Kliniken sind durch Schichtarbeit und hohen Patientendurchlauf besonders gefährdet.
- Impfstatus: Influenza-, COVID-19-, Hepatitis-Impfungen regelmäßig überprüfen.
Praktische Hinweise für Ärzte
- Eigene Vorsorge nicht vernachlässigen: Ärzte sind häufig die schlechtesten Patienten ihrer eigenen Empfehlungen. Planen Sie Vorsorgeuntersuchungen fest im Kalender ein.
- Kollegiale Behandlung bevorzugen: Selbstdiagnose und Selbstbehandlung sind fehleranfällig. Lassen Sie sich von einem Kollegen außerhalb Ihrer eigenen Praxis untersuchen.
- Berufliche Risiken dokumentieren: Strahlendosen, Nadelstichverletzungen und Exposition gegenüber Gefahrstoffen sollten dokumentiert und regelmäßig ausgewertet werden.
- Psychische Gesundheit als Priorität: Ärzte haben hohe Burnout-Raten. Supervision, Peer-Support und Eigentherapie bei Bedarf sind wichtige präventive Maßnahmen.
- Berufshaftpflicht und BU überprüfen: Ärzteversichert hilft, den Versicherungsschutz bei Arbeitsunfähigkeit durch Krankheit sicherzustellen und optimal zu gestalten.
Quellen:
- Bundesärztekammer, Gesundheit im Arztberuf: www.bundesaerztekammer.de
- Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin: www.dgaum.de
- Kassenärztliche Bundesvereinigung, Krebsfrüherkennung: www.kbv.de
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