Kinderärzte haben durch engen Kontakt mit Kleinkindern ein erhöhtes Infektionsrisiko, insbesondere durch Atemwegsinfektionen, Rotaviren und andere Kinderkrankheitserreger.

Hintergrund

Folgende Vorsorgeuntersuchungen sind für Kinderärzte besonders empfehlenswert:

  • Impfstatus intensiv überprüfen: Kinderärzte sollten gegen alle impfpräventablen Kinderkrankheiten geimpft sein: MMR, Varizellen, Pertussis, Influenza, COVID-19.
  • Hepatitis-Impfstatus: Blutexposition durch Nadelstichverletzungen erfordert regelmäßigen Check des Hepatitis B-Schutzes.
  • Infektionskrankheiten überwachen: Bei häufigen Atemwegsinfektionen, die über das normale Maß hinausgehen, sollte eine immunologische Abklärung erfolgen.
  • Psychische Gesundheit: Kinderärzte sind durch emotionale Belastungen bei schwerkranken Kindern und familiären Krisen besonders gefährdet. Supervision ist wichtig.
  • Allgemeine Check-ups: Wie bei jedem Arzt: Check-up ab 35, Hautkrebs-Screening, Krebsfrüherkennungsuntersuchungen.

Praktische Hinweise für Ärzte

  1. Eigene Vorsorge nicht vernachlässigen: Ärzte sind häufig die schlechtesten Patienten ihrer eigenen Empfehlungen. Planen Sie Vorsorgeuntersuchungen fest im Kalender ein.
  2. Kollegiale Behandlung bevorzugen: Selbstdiagnose und Selbstbehandlung sind fehleranfällig. Lassen Sie sich von einem Kollegen außerhalb Ihrer eigenen Praxis untersuchen.
  3. Berufliche Risiken dokumentieren: Strahlendosen, Nadelstichverletzungen und Exposition gegenüber Gefahrstoffen sollten dokumentiert und regelmäßig ausgewertet werden.
  4. Psychische Gesundheit als Priorität: Ärzte haben hohe Burnout-Raten. Supervision, Peer-Support und Eigentherapie bei Bedarf sind wichtige präventive Maßnahmen.
  5. Berufshaftpflicht und BU überprüfen: Ärzteversichert hilft, den Versicherungsschutz bei Arbeitsunfähigkeit durch Krankheit sicherzustellen und optimal zu gestalten.

Quellen:

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