Orthopäden behandeln täglich Erkrankungen des Bewegungsapparats, sind aber selbst durch langes Stehen, ergonomisch belastende Positionen und Strahlungsexposition gefährdet.

Hintergrund

Folgende Vorsorgeuntersuchungen sind für Orthopäden besonders empfehlenswert:

  • Muskuloskelettale Gesundheit: Regelmäßige physiotherapeutische Überprüfung des eigenen Bewegungsapparats. Orthopäden leiden häufig selbst unter Rücken-, Nacken- und Handgelenksproblemen.
  • Strahlenschutz: Bei intraoperativer Bildgebung und im ambulanten OP Dosimeterauswertungen regelmäßig überprüfen.
  • Hepatitis-Impfschutz: Bei operativen Tätigkeiten regelmäßiger Check des Hepatitis B-Impfschutzes.
  • Handgesundheit: Chirurgische Tätigkeiten belasten die Hände erheblich. Regelmäßige Hand- und Fingerkontrolle, Ergotherapie bei ersten Beschwerden.
  • Allgemeine Check-ups: Krebsfrüherkennungsuntersuchungen, Herz-Kreislauf-Kontrollen und Impfstatus wie bei jedem Arzt.

Praktische Hinweise für Ärzte

  1. Eigene Vorsorge nicht vernachlässigen: Ärzte sind häufig die schlechtesten Patienten ihrer eigenen Empfehlungen. Planen Sie Vorsorgeuntersuchungen fest im Kalender ein.
  2. Kollegiale Behandlung bevorzugen: Selbstdiagnose und Selbstbehandlung sind fehleranfällig. Lassen Sie sich von einem Kollegen außerhalb Ihrer eigenen Praxis untersuchen.
  3. Berufliche Risiken dokumentieren: Strahlendosen, Nadelstichverletzungen und Exposition gegenüber Gefahrstoffen sollten dokumentiert und regelmäßig ausgewertet werden.
  4. Psychische Gesundheit als Priorität: Ärzte haben hohe Burnout-Raten. Supervision, Peer-Support und Eigentherapie bei Bedarf sind wichtige präventive Maßnahmen.
  5. Berufshaftpflicht und BU überprüfen: Ärzteversichert hilft, den Versicherungsschutz bei Arbeitsunfähigkeit durch Krankheit sicherzustellen und optimal zu gestalten.

Quellen:

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