Sportmediziner verschreiben Bewegung als Therapie und sollten dies auch für sich selbst umsetzen. Eigene sportmedizinische Tauglichkeitstests und Leistungsdiagnostik sind für Sportmediziner besonders naheliegend.

Hintergrund

Folgende Vorsorgeuntersuchungen sind für Sportmediziner besonders empfehlenswert:

  • Eigene Sporttauglichkeit überprüfen: Sportmediziner sollten die Untersuchungen, die sie ihren Patienten empfehlen, auch selbst regelmäßig durchführen lassen. Belastungs-EKG, Spirometrie und Laktatstufentest.
  • Kardiovaskuläres Risikoprofil: Regelmäßige Kontrolle von Blutdruck, Cholesterin und Blutzucker.
  • Muskuloskelettaler Status: Sportmediziner sind häufig selbst sportlich aktiv. Regelmäßige orthopädische Überprüfung zur Verletzungsprävention.
  • Ernährungsanalyse: Als Experte für Ernährung und Sport sollte die eigene Ernährung regelmäßig reflektiert werden.
  • Allgemeine Vorsorge: Check-up, Krebsfrüherkennung und Impfstatus wie bei jedem Arzt.

Praktische Hinweise für Ärzte

  1. Eigene Vorsorge nicht vernachlässigen: Ärzte sind häufig die schlechtesten Patienten ihrer eigenen Empfehlungen. Planen Sie Vorsorgeuntersuchungen fest im Kalender ein.
  2. Kollegiale Behandlung bevorzugen: Selbstdiagnose und Selbstbehandlung sind fehleranfällig. Lassen Sie sich von einem Kollegen außerhalb Ihrer eigenen Praxis untersuchen.
  3. Berufliche Risiken dokumentieren: Strahlendosen, Nadelstichverletzungen und Exposition gegenüber Gefahrstoffen sollten dokumentiert und regelmäßig ausgewertet werden.
  4. Psychische Gesundheit als Priorität: Ärzte haben hohe Burnout-Raten. Supervision, Peer-Support und Eigentherapie bei Bedarf sind wichtige präventive Maßnahmen.
  5. Berufshaftpflicht und BU überprüfen: Ärzteversichert hilft, den Versicherungsschutz bei Arbeitsunfähigkeit durch Krankheit sicherzustellen und optimal zu gestalten.

Quellen:

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