Urologen kennen urologische Erkrankungen aus ihrer täglichen Praxis genau. Dennoch versäumen viele Urologen männliche Kollegen die prostataspezifischen Vorsorgeuntersuchungen für sich selbst.

Hintergrund

Folgende Vorsorgeuntersuchungen sind für Urologen besonders empfehlenswert:

  • Prostatakarzinom-Früherkennung: Urologen, die dies ihren Patienten täglich empfehlen, sollten ab 45 Jahren (bei familiärer Belastung früher) selbst PSA und rektale Untersuchung wahrnehmen.
  • Strahlenschutz: Bei endourologischen Eingriffen mit Fluoroskopie Dosimeterauswertungen beachten.
  • Hepatitis-Impfschutz: Operative Tätigkeiten mit Stichverletzungsrisiko erfordern regelmäßige Überprüfung.
  • Nierenfunktion überprüfen: Urologen kennen die Risikofaktoren für Nierenerkrankungen. Kreatinin- und GFR-Kontrollen sind sinnvoll.
  • Allgemeine Check-ups: Blutdruck, Cholesterin, Blutzucker und Krebsfrüherkennungsuntersuchungen regelmäßig wahrnehmen.

Praktische Hinweise für Ärzte

  1. Eigene Vorsorge nicht vernachlässigen: Ärzte sind häufig die schlechtesten Patienten ihrer eigenen Empfehlungen. Planen Sie Vorsorgeuntersuchungen fest im Kalender ein.
  2. Kollegiale Behandlung bevorzugen: Selbstdiagnose und Selbstbehandlung sind fehleranfällig. Lassen Sie sich von einem Kollegen außerhalb Ihrer eigenen Praxis untersuchen.
  3. Berufliche Risiken dokumentieren: Strahlendosen, Nadelstichverletzungen und Exposition gegenüber Gefahrstoffen sollten dokumentiert und regelmäßig ausgewertet werden.
  4. Psychische Gesundheit als Priorität: Ärzte haben hohe Burnout-Raten. Supervision, Peer-Support und Eigentherapie bei Bedarf sind wichtige präventive Maßnahmen.
  5. Berufshaftpflicht und BU überprüfen: Ärzteversichert hilft, den Versicherungsschutz bei Arbeitsunfähigkeit durch Krankheit sicherzustellen und optimal zu gestalten.

Quellen:

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