Zahnärzte sind durch Röntgenstrahlung, Amalgam, Bohrstaub und ergonomische Belastungen spezifischen Berufsrisiken ausgesetzt. Die eigene Zahngesundheit und allgemeine Vorsorge sollten regelmäßig überprüft werden.
Hintergrund
Folgende Vorsorgeuntersuchungen sind für Zahnärzte besonders empfehlenswert:
- Eigene Zahnkontrolle: Zahnärzte sollten sich regelmäßig von einem Kollegen kontrollieren lassen. Selbstuntersuchung ist keine ausreichende Prophylaxe.
- Strahlenschutz: Röntgendosimetrie-Auswertungen regelmäßig prüfen. DVT-Geräte haben höhere Strahlenbelastung als konventionelle Röntgenanlagen.
- Ergonomische Gesundheit: Langes Sitzen in gebeugter Haltung belastet Nacken, Rücken und Schultern. Physiotherapie und ergonomische Praxisgestaltung sind wichtig.
- Amalgam-Exposition: Ältere Füllungsmaterialien und deren Aufbereitung können Quecksilberexposition verursachen. Regelmäßige Kontrolle der Arbeitsumgebung.
- Handdesinfektionsmittel-Hautschutz: Häufige Händedesinfektion trocknet die Haut aus. Dermatologische Kontrolle bei Hautveränderungen.
Praktische Hinweise für Ärzte
- Eigene Vorsorge nicht vernachlässigen: Ärzte sind häufig die schlechtesten Patienten ihrer eigenen Empfehlungen. Planen Sie Vorsorgeuntersuchungen fest im Kalender ein.
- Kollegiale Behandlung bevorzugen: Selbstdiagnose und Selbstbehandlung sind fehleranfällig. Lassen Sie sich von einem Kollegen außerhalb Ihrer eigenen Praxis untersuchen.
- Berufliche Risiken dokumentieren: Strahlendosen, Nadelstichverletzungen und Exposition gegenüber Gefahrstoffen sollten dokumentiert und regelmäßig ausgewertet werden.
- Psychische Gesundheit als Priorität: Ärzte haben hohe Burnout-Raten. Supervision, Peer-Support und Eigentherapie bei Bedarf sind wichtige präventive Maßnahmen.
- Berufshaftpflicht und BU überprüfen: Ärzteversichert hilft, den Versicherungsschutz bei Arbeitsunfähigkeit durch Krankheit sicherzustellen und optimal zu gestalten.
Quellen:
- Bundesärztekammer, Gesundheit im Arztberuf: www.bundesaerztekammer.de
- Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin: www.dgaum.de
- Kassenärztliche Bundesvereinigung, Krebsfrüherkennung: www.kbv.de
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