Orthopäden und Unfallchirurgen zählen zu den am meisten gefragten Fachärzten in Deutschland. Der Endoprothetik-Boom, Roboter-assistierte Operationen und der wachsende Bedarf an ambulanter Chirurgie schaffen exzellente Perspektiven für Ärzte in diesem Fach.

Was das bedeutet

Die Orthopädie und Unfallchirurgie entwickelt sich in mehrere Richtungen:

  • Roboter-assistierte Operationen: Systeme wie Mako (Stryker) für Knie- und Hüftendoprothetik sind in immer mehr Kliniken im Einsatz. Roboter-zertifizierte Chirurgen sind sehr gesucht.
  • Endoprothetik-Boom: Die alternde Bevölkerung sorgt für steigende Implantationszahlen bei Knie- und Hüftgelenken. EndoCert-zertifizierte Zentren sind attraktive Arbeitgeber.
  • Ambulante Orthopädie und Unfallchirurgie: Meniskus-OPs, Schulterrekonstruktionen und kleinere Eingriffe werden zunehmend ambulant durchgeführt.
  • D-Arzt-System: Durchgangsärzte mit BG-Zulassung erzielen attraktive Zusatzeinnahmen durch die Bearbeitung von Berufsunfällen.
  • Sportorthopädie: Sportmedizinische Tätigkeiten und Teamarzt-Positionen bei Sportvereinen bieten interessante Ergänzungen.

Praktische Hinweise für Ärzte

  1. EndoCert-Zertifizierung anstreben: Die Zertifizierung als EndoCert-Zentrum ist ein Qualitätsmerkmal und zieht Patienten sowie gut ausgebildete Kollegen an.
  2. D-Arzt-Zulassung beantragen: Die Zulassung als Durchgangsarzt durch die Berufsgenossenschaften ist wirtschaftlich sehr attraktiv. Voraussetzungen erfragen Sie bei Ihrer Landesärztekammer.
  3. Berufshaftpflicht für neue Techniken: Neue Operationsverfahren und Implantate können den Versicherungsschutz beeinflussen. Ärzteversichert prüft, ob alle genutzten Techniken abgedeckt sind.
  4. DGOOC und DGU: Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie bieten umfangreiche Fortbildungsprogramme und Karrierenetzwerke.

Quellen

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