Orthopäden haben ein breites Basisspektrum und können mit gezielten Zusatzqualifikationen sowohl die ambulante Praxistätigkeit als auch die klinische Karriere erheblich aufwerten. Besonders lukrativ sind Qualifikationen, die neue Patientengruppen erschließen oder Privatleistungen ermöglichen.

Hintergrund

Besonders lohnende Zusatzqualifikationen für Orthopäden:

  • Sportmedizin (Zusatzbezeichnung): Für Orthopäden besonders relevant. Ermöglicht Sporttauglichkeitsuntersuchungen, Betreuung von Sportvereinen und Erstattungsoptionen durch Sportverbände.
  • Manuelle Medizin (Zusatzbezeichnung): Chirotherapie und Manualmedizin sind gefragte Privatleistungen und ergänzen das Spektrum der konservativen Orthopädie ideal.
  • Handchirurgie (Zusatzweiterbildung, 2 Jahre): Sehr gefragt und gut vergütet. Handchirurgisch tätige Orthopäden sind Mangelspezialisten.
  • Physikalische Therapie: Kenntnisse in physikalischer Medizin und Rehabilitation ergänzen die orthopädische Praxis.
  • AO-Kurszertifikate: Für operativ tätige Orthopäden sind AO-Kurse in Osteosynthese international anerkannte Nachweise.

Praktische Hinweise für Ärzte

  1. Manuelle Medizin für ambulante Praxis: Chiropraktische und manualmedizinische Leistungen sind IGeL-fähig und haben eine treue Patientengruppe. Die Ausbildung ist über DGMM und DGOM strukturiert.
  2. Handchirurgie als spezialisiertes Operationsfeld: Handchirurgische Praxen haben exzellente wirtschaftliche Perspektiven. Die Ausbildung erfolgt in anerkannten Handchirurgie-Zentren.
  3. OP-Versicherungsschutz anpassen: Bei neuen Operationsverfahren und Spezialisierungen muss die Berufshaftpflicht aktualisiert werden. Ärzteversichert überprüft Ihren Schutz regelmäßig.
  4. DGOOC-Fortbildungen: Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Chirurgie bietet Curricula für alle relevanten Zusatzqualifikationen.

Quellen

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