Psychiater haben durch das breite Spektrum psychiatrischer und psychotherapeutischer Tätigkeiten zahlreiche Möglichkeiten zur Spezialisierung. Die richtige Zusatzqualifikation kann Karrierechancen erheblich verbessern und neue Tätigkeitsbereiche erschließen.

Hintergrund

Lohnende Zusatzqualifikationen für Psychiater:

  • Forensische Psychiatrie (Schwerpunkttitel, 2 Jahre): Für Psychiater, die in Maßregelvollzugseinrichtungen arbeiten möchten oder Gutachten erstellen wollen. Sehr gefragt und gut vergütet.
  • Suchtmedizinische Grundversorgung (Zertifikat DGSS, 50 Stunden): Ermöglicht die Durchführung von Substitutionsbehandlungen und Beratungsleistungen.
  • Kognitive Verhaltenstherapie (VT) als Zusatzverfahren: Psychiater, die nach der Approbation Richtlinienpsychotherapie-Verfahren erlernen, können als Psychotherapeuten tätig werden.
  • Gerontopsychiatrie: Angesichts der demografischen Entwicklung ein Wachstumsfeld. Demenz, Delir und Alterspsychosen erfordern spezialisierte Expertise.
  • Psychosomatische Grundversorgung: Kursweiterbildung (80 Stunden), die Psychiatern die Abrechnung psychosomatischer Leistungen ermöglicht.

Praktische Hinweise für Ärzte

  1. Gutachten-Ausbildung: Psychiatrische Gutachten für Renten, Strafjustiz und Sozialgerichte sind gut vergütet. Kurse der DGPPN und Ärztekammern bereiten gezielt auf diese Tätigkeit vor.
  2. Suchtmedizin als praxisnahe Ergänzung: Die Zertifizierung zur suchtmedizinischen Grundversorgung ist schnell zu erlangen und erschließt eine wichtige Patientengruppe.
  3. Haftpflicht für Gutachtertätigkeit: Als gerichtlich bestellter Sachverständiger tragen Sie persönliche Haftung. Ärzteversichert prüft, ob Ihre Berufshaftpflicht Gutachtertätigkeiten explizit abdeckt.
  4. DGPPN-Fortbildungen: Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie bietet das umfangreichste Kursangebot für Psychiater in Deutschland.

Quellen

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