Die Basis-Betriebshaftpflichtversicherung einer Arztpraxis deckt viele, aber nicht alle Risiken ab. Wichtige Zusatzbausteine und Erweiterungen können erhebliche Deckungslücken schließen und sollten von jedem Praxisinhaber geprüft werden.

Hintergrund

Häufig sinnvolle Erweiterungen der Betriebshaftpflicht für Arztpraxen:

  • Schlüsselklausel: Verlust eines Praxis- oder Gebäudeschlüssels durch Mitarbeiter oder den Arzt selbst ist häufig und kann Kosten für Schlossauswechslung des gesamten Gebäudes verursachen.
  • Umwelthaftpflicht-Basisdeckung: Pflicht bei Lagerung von Gefahrstoffen (Desinfektionsmittel, Labor-Chemikalien). Häufig als separate Klausel erhältlich.
  • Datenschutz-Haftpflicht (Cyber-Erweiterung): Verstöße gegen DSGVO können zu Schadensersatzforderungen von Patienten führen. Diese Erweiterung deckt Haftpflichtansprüche aus DSGVO-Verletzungen.
  • Vermögensschadenshaftpflicht-Erweiterung: Schäden durch fehlerhafte Beratung (z.B. falsche Abrechnungsberatung) sind im Standard-Betriebshaftpflichtvertrag oft ausgeschlossen.
  • Veranstalterhaftpflicht: Bei Praxis-Events, Patienteninformationsabenden oder Mitarbeiter-Schulungen entsteht eine kurzfristige Veranstalterverantwortung.

Praktische Hinweise für Ärzte

  1. Bestehenden Vertrag prüfen lassen: Viele Praxisinhaber wissen nicht, was ihre Betriebshaftpflicht genau abdeckt. Lassen Sie Ihren Vertrag von Ärzteversichert auf Lücken analysieren.
  2. Schlüsselklausel als Mindeststandard: Die Schlüsselklausel ist preiswert und sollte in jeder Praxis-Betriebshaftpflicht enthalten sein.
  3. Cyber-Erweiterung nicht unterschätzen: Datenschutzverletzungen in Praxen nehmen zu. Eine DSGVO-Haftpflicht-Erweiterung ist angesichts der Bußgeldrisiken sinnvoll.
  4. Paketlösung oder Einzelbausteine: Je nach Praxisgröße und Risikoprofil empfiehlt sich ein maßgeschneidertes Paket. Ärzteversichert bündelt alle notwendigen Erweiterungen zu einem effizienten Gesamtkonzept.

Quellen

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