Viele Arztpraxen betreiben ein Eigenlabor für einfache Analysen. Zahnarztpraxen haben zahntechnische Labore. Größere medizinische Versorgungszentren führen eigene klinische Labors. Jede dieser Einrichtungen hat spezifische Versicherungsbedürfnisse.

Hintergrund

Spezifische Risiken von Praxislaboren:

  • Laborgeräte: Hämatologiegeräte, Urinanalysegeräte, Blutgerinnungsgeräte und Analysatoren sind wertvolle und reparaturaufwendige Geräte.
  • Chemikalien und Reagenzien: Lagerung und Entsorgung von Laborchemikalien schafft Umwelthaftpflichtrisiken.
  • Diagnostikfehler: Fehlerhafte Laborbefunde können zu falschen Behandlungsentscheidungen führen und Haftungsansprüche begründen.
  • Probenhandling: Verwechslung oder Beschädigung von Patientenproben kann Schäden verursachen.
  • Datenschutz: Laborergebnisse sind sensible Patientendaten. DSGVO-Verstöße bei Datenpannen sind haftungsrelevant.

Versicherungsbausteine für Praxislabore:

  • Elektronikversicherung für Laborgeräte
  • Umwelthaftpflicht-Basisdeckung für Chemikalienlagerung
  • Berufshaftpflicht mit Labortätigkeit-Klausel
  • Inhalt- und Einbruchschutz

Praktische Hinweise für Ärzte

  1. Berufshaftpflicht auf Labortätigkeit prüfen: Stellen Sie sicher, dass die Berufshaftpflicht Diagnostikfehler im Eigenlabor einschließt. Ärzteversichert prüft Ihren Vertrag.
  2. Gerätewerte aktuell halten: Moderne Analyseautomaten sind teuer. Aktualisieren Sie die Versicherungssumme der Elektronikversicherung bei Geräteerneuerungen.
  3. Abfallentsorgungsnachweis führen: Dokumentieren Sie die korrekte Entsorgung von Laborabfällen und Chemikalien. Das reduziert das Umwelthaftpflichtrisiko erheblich.
  4. Ärzteversichert koordiniert Labor-Versicherungspaket: Als spezialisierter Makler kennt Ärzteversichert alle Risiken von Praxislaboren und bündelt passende Versicherungsbausteine.

Quellen

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