Das 3-Schichten-Modell der Altersvorsorge ist das strukturierende Rahmenwerk für die Ruhestandsplanung in Deutschland. Für Ärzte gilt es, alle drei Schichten optimal zu bespielen und dabei die Besonderheiten des ärztlichen Versorgungswerks zu berücksichtigen.

Hintergrund

Schicht 1: Basisversorgung

  • Ärztliches Versorgungswerk: Pflichtmitgliedschaft für niedergelassene und angestellte Ärzte. Beiträge steuerlich voll absetzbar.
  • Gesetzliche Rentenversicherung (für nicht vom Versorgungswerk befreite Ärzte)
  • Rürup-Rente (Basisrente): Steuerlich begünstigt, für Selbstständige besonders attraktiv. Beiträge 2024 bis 27.566 Euro absetzbar (Verheiratete: 55.132 Euro).

Schicht 2: Kapitalgedeckte Zusatzversorgung

  • Betriebliche Altersversorgung (bAV): Für angestellte Ärzte besonders relevant
  • Riester-Rente: Für Ärzte meist weniger attraktiv (keine staatliche Förderung bei Versorgungswerk)
  • Private Rentenversicherungen mit Steuerförderung

Schicht 3: Private Vorsorge

  • ETF-Depots und Wertpapierportfolios
  • Immobilien
  • Private Rentenversicherungen (fondsgebunden)
  • Lebensversicherungen

Praktische Hinweise für Ärzte

  1. Versorgungswerk als Basis: Maximieren Sie Ihre Einzahlungen in das Versorgungswerk, besonders in jungen Jahren. Freiwillige Mehrzahlungen sind steuerlich vorteilhaft.
  2. Rürup-Rente für selbstständige Ärzte: Als Selbstständiger ist die Rürup-Rente die steuerlich attraktivste Ergänzung zum Versorgungswerk.
  3. Schicht-3-Aufbau mit ETF: Für langfristige Kapitalakkumulation sind kostengünstige ETF-Portfolios die effizienteste Lösung in Schicht 3.
  4. Ärzteversichert koordiniert Ihre Altersvorsorge-Strategie: Als spezialisierter Makler analysiert Ärzteversichert alle drei Schichten und empfiehlt eine optimal abgestimmte Strategie.

Quellen

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