Nach einer langen Karriere haben viele Ärzte erhebliches Vermögen angespart. Die Frage, wie dieses Kapital im Ruhestand optimal entspart wird, ist genauso wichtig wie der Vermögensaufbau selbst.

Hintergrund

Entnahmestrategien im Überblick:

  • 4-Prozent-Regel: Klassische Faustregel aus der Ruhestandsforschung (Trinity Study): 4% des Startkapitals jährlich zu entnehmen ist über 30 Jahre statistisch sicher. Bei 1 Million Euro Kapital: 40.000 Euro jährlich.
  • Dynamischer Auszahlungsplan: Entnahmen werden an Marktperformance angepasst. In guten Jahren mehr, in schlechten Jahren weniger.
  • Bucket-Strategie: Kapital in kurz-, mittel- und langfristige Töpfe aufteilen. Kurzfristtopf liefert laufende Einnahmen ohne Marktrisiko.
  • Annuität: Teile des Kapitals in Leibrenten umwandeln, die lebenslang zahlen.

Steuerliche Aspekte im Ruhestand:

  • Versorgungswerk-Renten werden zunehmend besteuert (§22 EStG)
  • Kapitalerträge aus Depot: 25% Abgeltungssteuer
  • Immobilienverkäufe: nach 10 Jahren steuerfrei

Reihenfolge-Risiko: Schlechte Marktphasen zu Rentenbeginn können langfristig erheblich schaden. Diversifizierung und Pufferkonten sind wichtig.

Praktische Hinweise für Ärzte

  1. Versorgungswerk-Rente als Basis: Planen Sie die Versorgungswerk-Rente als nicht entsparbaren Grundstock. Das private Kapital ergänzt darüber hinaus.
  2. Steuerlast im Ruhestand berechnen lassen: Im Ruhestand können diverse Einkunftsquellen zusammenkommen. Lassen Sie die Steuerlast von einem Steuerberater prognostizieren.
  3. Flexibilität erhalten: Halten Sie Kapital in liquiden Anlagen, um auf unerwartete Ausgaben reagieren zu können.
  4. Ärzteversichert berät zur Ruhestandsplanung: Als spezialisierter Makler vernetzt Ärzteversichert Ärzte mit auf Ruhestandsplanung spezialisierten Beratern.

Quellen

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