Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist für Ärzte eine der wichtigsten Einkommenssicherungen. Wer als Arzt nicht mehr praktizieren kann, verliert ein überdurchschnittlich hohes Einkommen. Die Auswahl des richtigen Anbieters ist daher existenziell.

Hintergrund

Folgende Aspekte unterscheiden gute von schlechten BU-Tarifen für Ärzte:

  • Berufsgruppeneinstufung: Ärzte werden je nach Fachrichtung unterschiedlich eingestuft. Operativ tätige Ärzte zahlen höhere Beiträge als rein beratend tätige. Ein fairer Anbieter differenziert genau.
  • Echte Arztklausel: Der Vertrag sollte BU definieren als Unfähigkeit, den zuletzt ausgeübten ärztlichen Beruf auszuüben, ohne auf andere Berufe zu verweisen.
  • Empfehlenswerte Anbieter: Swiss Life, LV 1871, Nürnberger, Hannoversche und Allianz erzielen in unabhängigen Tests regelmäßig gute Bewertungen für arztspezifische Tarife.
  • BU-Rente: Die versicherte Rente sollte 60 bis 80 Prozent des Nettoeinkommens abdecken, mindestens aber 3.000 Euro monatlich für Fachärzte.

Besonderheit für Niedergelassene: Bei Praxisabgabe infolge BU können laufende Kredite und Mietverträge das Existenzminimum gefährden. Eine ausreichende BU-Rente ist daher noch wichtiger.

Praktische Hinweise für Ärzte

  1. Fachrichtung korrekt angeben: Teilen Sie dem Versicherer Ihre aktuelle Tätigkeit vollständig mit. Nachträgliche Falschangaben können zur Leistungsverweigerung führen.
  2. Beitragsbefreiung bei BU einschließen: Der Vertrag sollte bei eingetretener BU beitragsfrei gestellt werden, ohne dass die Rente gemindert wird.
  3. Rückwirkende Leistung prüfen: Gute Tarife zahlen rückwirkend ab Beginn der BU, nicht erst ab Antragstellung oder Anerkennung.
  4. Maklervergleich nutzen: Ärzteversichert vergleicht als auf Ärzte spezialisierter Makler alle relevanten Anbieter und hilft beim Abschluss zur optimalen Absicherung.

Quellen

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