Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ohne Dynamik verliert über die Jahre an Kaufkraft. Für Ärzte mit überdurchschnittlichem Einkommenswachstum ist eine flexible Anpassung der BU-Rente besonders wichtig.
Hintergrund
Zwei Dynamikarten sind bei BU-Verträgen relevant:
- Beitragsdynamik: Der Beitrag steigt jährlich um einen festgelegten Prozentsatz (oft 3 bis 5 Prozent), ohne erneute Gesundheitsprüfung erhöht sich auch die Versicherungsleistung.
- Leistungsdynamik: Die BU-Rente erhöht sich im Leistungsfall jährlich um einen festgelegten Prozentsatz, was bei längerer BU vor Inflation schützt.
- Nachversicherungsgarantie: Viele Tarife erlauben eine anlassbezogene Erhöhung der BU-Rente (z.B. bei Facharztabschluss oder Praxisgründung) ohne erneute Gesundheitsprüfung.
Empfehlenswerte Anbieter für Dynamikoptionen: LV 1871, Swiss Life und Hannoversche bieten laut unabhängigen Tests besonders flexible Nachversicherungsoptionen für Ärzte.
Wichtig: Wer Dynamikerhöhungen zu oft ablehnt, verliert das Recht auf weitere Angebote. Jede Dynamikerhöhung sollte bewusst geprüft werden.
Praktische Hinweise für Ärzte
- Dynamik von Beginn an vereinbaren: Schließen Sie BU mit Beitrags- und Leistungsdynamik ab. Eine nachträgliche Ergänzung ist meist nur mit Gesundheitsprüfung möglich.
- Dynamikablehnung vermeiden: Nehmen Sie angebotene Beitragsdynamikerhöhungen möglichst an, um den Dynamikschutz nicht zu verlieren.
- Nachversicherungsanlässe nutzen: Facharztabschluss, Praxisgründung oder Heirat ermöglichen, die BU-Rente ohne Gesundheitsprüfung zu erhöhen.
- Regelmäßige Überprüfung: Ärzteversichert prüft in regelmäßigen Abständen, ob Ihre BU-Rente noch dem aktuellen Einkommensniveau entspricht.
Quellen
- Stiftung Warentest: BU-Dynamik im Vergleich
- GDV: Dynamikklauseln in BU-Verträgen
- Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht: Versicherungsaufsicht
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