Der Eintritt des BU-Leistungsfalls ist für viele Ärzte existenziell. Zwischen dem Eintreten der Berufsunfähigkeit und der ersten Rentenzahlung können Monate vergehen, wenn der Antrag nicht korrekt gestellt wird.
Hintergrund
Folgende Schritte sind im BU-Leistungsfall entscheidend:
- Antragstellung: Reichen Sie den BU-Antrag möglichst zeitnah ein. Gute Tarife zahlen rückwirkend ab dem Eintritt der BU, nicht erst ab Antragstellung.
- Ärztliche Nachweise: Sie benötigen ausführliche Bescheinigungen, die belegen, dass Sie zu mindestens 50 Prozent in Ihrer bisherigen Tätigkeit eingeschränkt sind.
- Prüfung durch Versicherer: Der Versicherer hat das Recht, eigene Gutachten einzuholen. Dieser Prozess kann mehrere Monate dauern.
- Rückwirkende Zahlung: Bei anerkanntem Leistungsfall zahlen Versicherer rückwirkend ab dem Zeitpunkt des BU-Eintritts.
Häufige Ablehnungsgründe: unvollständige Gesundheitsangaben bei Vertragsabschluss, mangelnde Nachweise oder fehlerhafte Beschreibung der beruflichen Tätigkeit.
Praktische Hinweise für Ärzte
- Frühzeitig Unterstützung suchen: Holen Sie sich bereits bei der Antragstellung Hilfe von einem auf BU spezialisierten Anwalt oder Makler. Ärzteversichert begleitet Sie durch den gesamten Leistungsprozess.
- Tätigkeitsbeschreibung präzisieren: Beschreiben Sie Ihre letzte konkrete Tätigkeit so genau wie möglich. Eine vage Beschreibung erleichtert es dem Versicherer, die BU abzulehnen.
- Keine voreiligen Vergleiche: Wenn der Versicherer einen Vergleich oder eine Abfindung anbietet, nehmen Sie diesen nicht ohne anwaltliche Prüfung an.
- Leistungsquoten bei der Anbieterwahl berücksichtigen: Prüfen Sie vor Vertragsabschluss, welche Anbieter besonders hohe Anerkennungsquoten haben.
Quellen
- Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht: Beschwerden BU
- GDV: BU-Leistungsfall Statistiken
- Stiftung Warentest: BU-Leistungsfall richtig beantragen
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