Berufsunfähigkeitsversicherer teilen Berufe in Risikoklassen ein, die den Beitrag maßgeblich bestimmen. Für Ärzte variieren die Einstufungen erheblich je nach Fachrichtung und Tätigkeitsprofil.

Hintergrund

Die BU-Risikoklassen für Ärzte unterscheiden sich nach diesen Kriterien:

  • Niedrigste Risikoklasse: Ausschließlich beratend oder diagnostisch tätige Ärzte, z.B. Psychiater, Dermatologen oder Gutachter. Niedrigste Beiträge.
  • Mittlere Risikoklasse: Hausärzte, Internisten, Allgemeinmediziner. Moderate Beiträge.
  • Höchste Risikoklasse: Operativ tätige Ärzte wie Chirurgen, Orthopäden, Unfallchirurgen, Gynäkologen. Höchste Beiträge aufgrund körperlicher Belastung und Infektionsrisiko.

Einzelne Anbieter differenzieren noch feiner: So stuft die LV 1871 Anästhesisten anders ein als die Allianz. Ein direkter Vergleich lohnt sich.

Ärzte, die im Laufe der Karriere in ein anderes Fachgebiet wechseln, sollten den Versicherer informieren. Im günstigsten Fall führt das zu niedrigeren Beiträgen.

Praktische Hinweise für Ärzte

  1. Tätigkeitsprofil korrekt kommunizieren: Wenn Sie überwiegend nicht-operativ tätig sind, teilen Sie dem Versicherer Ihre konkrete aktuelle Tätigkeit mit.
  2. Mehrere Anbieter vergleichen: Die Risikoklasseneinstufung variiert stark zwischen den Versicherern. Ein anonymer Vergleich über Ärzteversichert identifiziert den günstigsten Anbieter für Ihr Profil.
  3. Berufswechsel melden: Wenn Sie von einer operativen in eine rein beratende Tätigkeit wechseln, kann der Beitrag sinken. Fordern Sie aktiv eine Neubeurteilung an.
  4. Berufsklausel prüfen: Achten Sie darauf, dass der Tarif bei Fachgebietswechsel keine nachteiligen Änderungen vornimmt, die Ihren Schutz einschränken.

Quellen

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