Crowdinvesting erfreut sich als alternative Anlageform auch unter Ärzten wachsender Beliebtheit. Die erzielbaren Renditen sind attraktiv, aber die Risiken sind erheblich und werden oft unterschätzt.

Hintergrund

Folgende Formen des Crowdinvestings sind für Ärzte als Investoren relevant:

  • Immobilien-Crowdinvesting: Plattformen wie Exporo, Bergfürst oder Crowddesk ermöglichen Beteiligungen an Immobilienprojekten ab kleineren Beträgen. Renditen von 5 bis 8 Prozent werden versprochen, aber Ausfälle von Projekten sind keine Seltenheit.
  • Unternehmens-Crowdinvesting: Beteiligungen an Start-ups über Plattformen wie Companisto oder Seedmatch. Totalverlust ist möglich.
  • Regulierung: Crowdinvesting unterliegt seit 2021 der EU-Crowdfunding-Verordnung und ist nun stärker reguliert. Dennoch bleibt es eine hochriskante Anlageform.

Wichtig: Crowdinvesting-Anlagen sind nachrangige Darlehen. Im Insolvenzfall des Emittenten werden Crowdinvestoren zuletzt bedient.

Praktische Hinweise für Ärzte

  1. Nur mit Risikokapital investieren: Investieren Sie in Crowdinvesting-Projekte nur Kapital, dessen vollständigen Verlust Sie sich leisten können. Es eignet sich nicht als Altersvorsorge.
  2. Plattform sorgfältig prüfen: Achten Sie auf BaFin-Zulassung, Transparenz über Projekte und nachgewiesene Erfolgsbilanz der Plattform.
  3. Streuung über mehrere Projekte: Statt eines Großbetrags in ein Projekt streuen Sie kleinere Beträge auf viele verschiedene Projekte, um das Ausfallrisiko zu reduzieren.
  4. Steuerliche Behandlung klären: Erträge aus Crowdinvesting sind in Deutschland steuerpflichtig. Ärzteversichert empfiehlt, die steuerliche Behandlung mit einem auf Ärzte spezialisierten Steuerberater zu klären.

Quellen

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