Die Direktversicherung ist der einfachste und am weitesten verbreitete Weg der betrieblichen Altersversorgung (bAV) für Ärzte. Sie verbindet steuerliche Vorteile mit einem überschaubaren Verwaltungsaufwand.
Hintergrund
Folgende Aspekte der Direktversicherung sind für Ärzte entscheidend:
- Steuervorteil: Beiträge bis 3.624 Euro pro Jahr sind steuer- und sozialversicherungsfrei (§ 3 Nr. 63 EStG). Darüber hinaus sind weitere 1.800 Euro mit Pauschalbesteuerung möglich.
- Arbeitgeberzuschuss: Arbeitgeber (oder Praxisinhaber als Arbeitgeber von Angestellten) müssen seit 2022 mindestens 15 Prozent der umgewandelten Beiträge als Zuschuss zahlen.
- Produktarten: Direktversicherungen können als klassische Lebensversicherung, fondsgebundene Lebensversicherung oder fondsgebundene Rentenversicherung abgeschlossen werden.
- Empfehlenswerte Anbieter: Allianz, Swiss Life, Generali, Zurich und HDI bieten marktführende Direktversicherungsprodukte für Ärzte an.
Im Rentenalter werden die Leistungen mit dem persönlichen Steuersatz besteuert. Bei hohen Renteneinkommen kann dies nachteilig sein.
Praktische Hinweise für Ärzte
- Maximalen Steuerfreibetrag ausschöpfen: Nutzen Sie den jährlichen Steuerfreibetrag von 3.624 Euro vollständig aus. Nicht genutzte Beträge können nicht auf Folgejahre übertragen werden.
- Produktauswahl an Risikoneigung anpassen: Fondsgebundene Produkte bieten höhere Renditechancen, aber auch Risiken. Klassische Produkte bieten Sicherheit auf Kosten der Rendite.
- Portabilität bei Arbeitgeberwechsel prüfen: Als angestellter Arzt sollten Sie die Möglichkeit der Mitnahme des Vertrags bei einem Arbeitgeberwechsel klären.
- Beratung durch Ärzteversichert: Als auf Ärzte spezialisierter Makler vergleicht Ärzteversichert alle relevanten Direktversicherungsprodukte und findet die optimale Lösung.
Quellen
- Bundesministerium für Arbeit und Soziales: betriebliche Altersversorgung
- Deutsche Rentenversicherung: Direktversicherung
- GDV: Direktversicherung
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