Die beste Elektronikversicherung für eine Arztpraxis ist diejenige, die alle praxisrelevanten Geräte auf Neuwertbasis absichert und Schäden durch Bedienungsfehler, Überspannung, Kurzschluss und unvorhergesehene Ereignisse einschließt. Anbieter wie HDI, Zurich, AXA und Allianz bieten auf Arztpraxen ausgerichtete Policen an.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Elektronikversicherung separat von Inhaltsversicherung prüfen: Standardpolicen schließen Elektronikschäden oft aus
  • Neuwertdeckung ist entscheidend, da Zeitwertpolicen bei modernen Geräten oft unzureichend sind
  • Selbstbehalt und Deckungssumme auf den tatsächlichen Gerätewert abstimmen

Ausführliche Antwort

Arztpraxen betreiben hochwertige elektronische Medizintechnik: Ultraschallgeräte (10.000 bis 80.000 Euro), EKG-Systeme (2.000 bis 15.000 Euro), digitale Röntgenanlagen (50.000 bis 150.000 Euro) und IT-Infrastruktur. Die Inhaltsversicherung deckt zwar Brand- und Einbruchschäden an diesen Geräten, schließt aber häufig Schäden durch Überspannung, Kurzschluss, Bedienungsfehler oder Softwarefehler aus. Genau hier greift die Elektronikversicherung.

Führende Anbieter für praxistaugliche Elektronikversicherungen sind unter anderem HDI, Zurich, Allianz und ERGO, die spezifische Ärzte-Rahmenverträge anbieten. Bei einem Gerätewert von 100.000 Euro liegt die Jahresprämie je nach Tarif bei 500 bis 1.200 Euro. Die wichtigsten Kriterien im Vergleich sind: Neuwerterstattung (ja/nein), Dauer bis zur Schadensregulierung, Selbstbehalt (typisch 250 bis 1.000 Euro), Einschluss von Datenträgern und Software sowie Deckung für Leih- und Mietgeräte.

Wer bereits eine All-Risk-Praxisversicherung hat, sollte prüfen, ob die Elektronikdeckung enthalten ist. Häufig ist sie als Baustein vorhanden, aber die Deckungssumme nicht an die tatsächlichen Gerätewerte angepasst. Eine Aktualisierung der Versicherungssumme nach größeren Geräteanschaffungen ist deshalb wichtig.

Worauf Ärzte besonders achten sollten

Ärzteversichert unterstützt Praxisinhaber dabei, alle Praxisversicherungen in einer strukturierten Analyse zusammenzuführen und Lücken zwischen Inhaltsversicherung, Elektronikversicherung und Betriebsunterbrechungsschutz zu schließen. Eine kostenfreie Erstberatung zeigt schnell, ob der aktuelle Schutz ausreicht.

Quellen und weiterführende Informationen

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