Gold als Anlage bieten Banken, Online-Edelmetallhändler, Münzhändler und Robo-Advisor-Plattformen an. Für Ärzte, die Gold physisch halten möchten, sind renommierte Händler wie Deutsche Bank, Degussa oder ProAurum geeignet. Wer Gold indirekt über ETCs (Exchange Traded Commodities) halten möchte, nutzt Wertpapierdepots bei Brokern wie Consorsbank oder DKB. Die Wahl hängt davon ab, ob physisches Eigentum oder komfortable Handelbarkeit im Vordergrund steht.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Physisches Gold (Barren, Münzen) ist nach einem Jahr Haltefrist steuerfrei veräußerbar (§ 23 Abs. 1 Nr. 2 EStG)
  • Gold-ETCs unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 Prozent
  • Kauf- und Lagerkosten bei physischem Gold einkalkulieren (Bankschliessfach: 50 bis 200 Euro/Jahr)

Ausführliche Antwort

Gold gilt als Inflationsschutz und Krisenabsicherung, nicht als renditestarkes Investment. Historisch erzielte Gold eine reale Rendite von etwa 0,5 bis 1 Prozent per anno, weit unter den langfristigen Aktienmärkten. Für Ärzte mit hohem Einkommen und bereits gut diversifiziertem Vermögen kann eine Goldquote von 5 bis 10 Prozent des Gesamtportfolios sinnvoll sein, um Korrelationsvorteile zu nutzen.

Physisches Gold kauft man am günstigsten über Online-Händler (Degussa, ProAurum, GoldSilberShop) mit engen Spreads zwischen Kauf- und Verkaufspreis. Bei Barren unter 1.000 Euro Kaufwert können die Händleraufschläge prozentual hoch ausfallen. Für regelmäßiges Sparen in Gold eignen sich Sparpläne auf Gold-ETCs über Online-Broker, da sie ab geringen Beträgen ohne Lagerkosten funktionieren.

Steuerlich ist physisches Gold besonders attraktiv: Wer Gold länger als zwölf Monate hält, zahlt auf Veräußerungsgewinne keine Steuer (§ 23 EStG, private Veräußerungsgeschäfte). Gold-ETCs hingegen unterliegen der Abgeltungsteuer. Für Ärzte mit hohem Grenzsteuersatz ist physisches Gold daher steuerlich vorteilhaft.

Worauf Ärzte besonders achten sollten

Gold ist kein Ersatz für eine solide Altersvorsorge oder BU-Absicherung. Ärzteversichert empfiehlt, Gold allenfalls als Beimischung zu einem breiten Vermögensportfolio zu betrachten und die Kernabsicherung durch Versicherungsprodukte und diversifizierte Anlagen sicherzustellen.

Quellen und weiterführende Informationen

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