Immobilien als Altersvorsorge sind bei Ärzten beliebt: Mietrendite, Inflationsschutz und steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten machen Wohnimmobilien zu einem attraktiven Baustein der Ruhestandsplanung. Den "besten Anbieter" gibt es nicht, da Immobilienfinanzierung und Verwaltung von Banken, Versicherern und Immobilienfonds unterschiedlich angeboten werden und die optimale Lösung stark individuell ist.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Für Ärzte ist die selbst genutzte oder vermietete Wohnimmobilie ein etablierter Weg der Altersvorsorge
  • Immobilien binden Kapital und sind wenig liquide, weshalb sie andere Vorsorgebausteine ergänzen, aber nicht ersetzen sollten
  • Steuerliche Vorteile entstehen durch Abschreibung (AfA) von 2 bis 3 Prozent jährlich auf den Gebäudewert bei Vermietung

Ausführliche Antwort

Ärzte mit stabilem Einkommenshintergrund erhalten bei Banken für Immobilienfinanzierungen in der Regel besonders gute Konditionen. Förderinstitute wie die KfW bieten zinsgünstige Darlehen für energieeffizientes Bauen und Renovieren. Typische Kreditinstitute für Ärzte-Immobilienfinanzierungen sind Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank), Commerzbank und Sparkassen mit Ärztekonzepten.

Bei Vermietung einer Wohnimmobilie können Abschreibungen nach § 7 Abs. 4 EStG von 2 Prozent jährlich (ältere Gebäude) oder 3 Prozent (Neubauten ab 2023) des Gebäudewerts steuermindernd geltend gemacht werden. Bei einem Gebäudewert von 500.000 Euro sind das 15.000 Euro jährliche Steuerminderung. Zinsen für den Immobilienkredit sind ebenfalls als Werbungskosten absetzbar.

Offene Immobilienfonds und REITs sind Alternativen für Ärzte, die nicht direkt in eine Immobilie investieren möchten. Sie bieten mehr Liquidität, aber weniger steuerliche Vorteile und keine Direktkontrolle über das Investment.

Worauf Ärzte besonders achten sollten

Ärzteversichert empfiehlt Ärzten mit Vermietungsimmobilien, sowohl eine Wohngebäudeversicherung als auch eine Vermieter-Haftpflichtversicherung abzuschließen. Schäden durch Mieter oder Dritte am Gebäude, aber auch Personenschäden auf dem Grundstück, sind ohne diese Deckung ein erhebliches finanzielles Risiko.

Quellen und weiterführende Informationen

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