Immobilieninvestments sind für Ärzte eine beliebte Form der Altersvorsorge und Vermögensbildung. Den "besten Anbieter" gibt es nicht, weil die Entscheidung stark von Ziel (Eigentum oder Anlage), Kapital, Steuersituation und Risikobereitschaft abhängt. Entscheidend ist eine auf die ärztliche Einkommenssituation zugeschnittene Beratung.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Direktinvestment in vermietete Immobilien: Renditen von 3 bis 5 % netto, steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten (AfA 2 bis 3 % jährlich)
  • Immobilienfonds und REITs: kostengünstigerer Einstieg, geringere Verwaltungsarbeit
  • Auf Heilberufe spezialisierte Finanzberater kennen steuerliche Besonderheiten (Liebhaberei, Verlustverrechnung)

Ausführliche Antwort

Ärzte mit höherem Einkommen profitieren von Immobilieninvestments besonders durch steuerliche Verlustverrechnung: Werbungskosten aus Vermietung und Verpachtung (Zinsen, Abschreibung, Instandhaltung) können mit dem hohen ärztlichen Einkommen verrechnet werden. Bei einem Steuersatz von 42 bis 45 % reduziert sich die effektive Steuerlast erheblich. Die AfA (Absetzung für Abnutzung) beträgt für Immobilien ab 2023 jährlich 3 % des Gebäudewertes (bei Neubauten), für ältere Bestände 2 %.

Beim Direktinvestment stehen Anbieter wie Dr. Klein, Interhyp oder regional aktive Immobilienmakler als Finanzierungspartner zur Verfügung. Für Ärzte, die keine Zeit für Verwaltungsarbeit haben, sind Immobilienfonds (z. B. offene Immobilienfonds wie Deka Immobilien, UniImmo) oder REITs (Real Estate Investment Trusts, börsengehandelt) eine Alternative mit deutlich geringerem Verwaltungsaufwand.

Wichtig: Nicht jedes Immobilienangebot, das als "ideal für Ärzte" vermarktet wird, ist auch solide. Closed-End-Fonds und Kapitalanlageimmobilien im Tourismussektor haben in der Vergangenheit häufig Verluste erzeugt. Eine unabhängige Prüfung durch einen Steuerberater oder auf Ärzte spezialisierten Finanzberater ist vor jeder Investitionsentscheidung empfehlenswert.

Worauf Ärzte besonders achten sollten

Ärzteversichert empfiehlt, Immobilieninvestments als Teil einer Gesamtstrategie zu betrachten, bei der auch der Versicherungsschutz (Vermieter-Haftpflicht, Gebäudeversicherung, Mietausfall-Versicherung) passend aufgestellt ist. Eine Vermieterhaftpflicht schützt vor Schäden, die Mieter in der eigenen Immobilie erleiden.

Quellen und weiterführende Informationen

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