Interoperabilität im Gesundheitswesen bezeichnet die Fähigkeit verschiedener IT-Systeme, Daten nahtlos auszutauschen und zu verarbeiten. Sie ist die Grundlage für die elektronische Patientenakte (EPA), das Entlassmanagement und die sektorübergreifende Versorgung. Für Arztpraxen entstehen daraus neue Anforderungen.
Hintergrund
Die Telematikinfrastruktur (TI) der gematik verbindet Arztpraxen, Krankenhäuser und Apotheken in einem sicheren Netzwerk. Standards wie HL7 FHIR (Fast Healthcare Interoperability Resources) ermöglichen strukturierten Datenaustausch. Mit der Einführung der EPA müssen Praxen in der Lage sein, Patientendaten digital bereit zu stellen. Die Anforderungen an Praxissoftware wachsen, ebenso die Bedeutung der IT-Sicherheit.
Praktische Hinweise für Ärzte
- Prüfen Sie, ob Ihre Praxissoftware die aktuellen gematik-Standards (TI 2.0) unterstützt.
- Halten Sie Ihr KIM-System (Kommunikation im Medizinwesen) aktuell für den sicheren Nachrichtenversand.
- Informieren Sie sich über Zeitpläne und Anforderungen der EPA-Einführung.
- Schulen Sie Ihr Personal im Umgang mit neuen digitalen Kommunikationswegen.
- Ärzteversichert informiert über Cyberversicherungen zum Schutz vor Datenschutzvorfällen.
Quellen
- gematik: Telematikinfrastruktur
- Kassenärztliche Bundesvereinigung: Digitalisierung
- Bundesministerium für Gesundheit: Digitale Gesundheitsversorgung
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