Viele Ärzte haben in früheren Jahren Kapitallebensversicherungen abgeschlossen, die heute oft schlechte Renditen erzielen. Die Frage, ob eine Kündigung, ein Policenverkauf oder die beitragsfreie Fortführung sinnvoll ist, hängt von vielen Faktoren ab.
Hintergrund
Bei einer Kündigung der Kapitallebensversicherung erhalten Sie den Rückkaufswert, der oft erheblich unter den eingezahlten Prämien liegt. Alternativ können Policen an Zweitmarktanbieter verkauft werden, die in der Regel 5 bis 10 Prozent mehr als den Rückkaufswert zahlen. Eine beitragsfreie Fortführung erhält die Versicherungsleistungen auf niedrigerem Niveau, ohne weitere Prämien zu zahlen. Bei Policen mit garantiertem Zins von 3,5 Prozent oder mehr kann eine Fortführung trotz niedrigem Ertrag sinnvoll sein.
Praktische Hinweise für Ärzte
- Lassen Sie vor jeder Entscheidung eine individuelle Renditeberechnung Ihrer Police durchführen.
- Prüfen Sie den Zweitmarkt als Alternative zur Kündigung bei schlechtem Rückkaufswert.
- Bewahren Sie Policen mit hohen Garantiezinsen (ab 3,5 Prozent) auf jeden Fall.
- Denken Sie an steuerliche Aspekte: Bei Laufzeiten unter 12 Jahren ist der Ertrag voll steuerpflichtig.
- Ärzteversichert berät bei der Entscheidung über den Umgang mit bestehenden Lebensversicherungen.
Quellen
- Verbraucherzentrale: Lebensversicherung kündigen oder verkaufen
- Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht: Lebensversicherung
- Stiftung Warentest: Lebensversicherung Vergleich
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