Die Liquiditätsplanung in der Arztpraxis sichert, dass jederzeit ausreichend Mittel für laufende Kosten, Steuerzahlungen und Investitionen vorhanden sind. Viele Praxen kämpfen mit unregelmäßigen Honorarzahlungen durch die KV und ungeplanten Ausgaben. Eine proaktive Planung schafft Sicherheit.
Hintergrund
Die KV zahlt Honorare quartalsweise, während laufende Kosten (Miete, Personal, Leasing) monatlich anfallen. Diese zeitliche Verschiebung erfordert eine sorgfältige Liquiditätsplanung und ggf. einen Kontokorrentkredit als Puffer. Ein gut geführter Liquiditätsplan umfasst monatliche Einnahmen- und Ausgabenprognosen, Rückstellungen für Steuern (Einkommensteuer, Umsatzsteuer) und einen Notfallpuffer von drei bis sechs Monatsumsätzen.
Praktische Hinweise für Ärzte
- Erstellen Sie einen monatlichen Liquiditätsplan mit Ihrem Steuerberater.
- Halten Sie einen Kontokorrentkredit als Puffer für Zeiten zwischen KV-Zahlungen bereit.
- Bilden Sie monatliche Rückstellungen für Steuervorauszahlungen, um Liquiditätsengpässe zu vermeiden.
- Prüfen Sie regelmäßig die Kostensituation Ihrer Praxis und reagieren Sie frühzeitig auf Abweichungen.
- Ärzteversichert informiert über finanzielle Absicherung bei Einnahmeausfällen in der Praxis.
Quellen
- Kassenärztliche Bundesvereinigung: Praxismanagement
- Deutsche Apotheker- und Ärztebank: Praxisfinanzierung
- Bundessteuerberaterkammer: Steuerberatung für Ärzte
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