Ein ausreichender finanzieller Puffer ist für niedergelassene Ärzte existenziell wichtig. Unerwartete Praxisausfälle, Gerätedefekte, Krankheit oder Regressforderungen können schnell hohe Kosten verursachen. Experten empfehlen eine Rücklage von drei bis sechs Monatsumsätzen der Praxis.

Hintergrund

Der Notgroschen sollte jederzeit liquide verfügbar sein: Tagesgeldkonten oder Geldmarktfonds eignen sich am besten. Die Höhe des empfohlenen Puffers ergibt sich aus: laufenden Praxiskosten (3 Monate), persönlichem Lebensunterhalt (3 Monate) und möglichem Investitionsbedarf. Bei einem durchschnittlichen Praxisumsatz von 300.000 Euro jährlich (25.000 Euro monatlich) empfiehlt sich ein Puffer von mindestens 75.000 Euro. Dieser sollte strikt vom Investitionskapital getrennt gehalten werden.

Praktische Hinweise für Ärzte

  • Eröffnen Sie ein separates Tagesgeldkonto für den Praxis-Notgroschen.
  • Bauen Sie den Puffer schrittweise auf: 10 Prozent des monatlichen Überschusses bis zum Zielwert.
  • Trennen Sie Praxis-Notgroschen (Betrieb) und privaten Notgroschen (Lebenshaltung).
  • Überprüfen Sie die Höhe des Puffers jährlich und passen Sie sie an steigende Praxiskosten an.
  • Ärzteversichert berät zu weiteren Absicherungsinstrumenten für finanzielle Notfallsituationen.

Quellen

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