Viele Ärzte sind gleichzeitig pflegende Angehörige und stehen vor der Herausforderung, Beruf und Pflege zu vereinbaren. Arbeitsrechtliche Regelungen wie das Pflegezeitgesetz und das Familienpflegezeitgesetz bieten Unterstützung.

Hintergrund

Das Pflegezeitgesetz (PflegeZG) gibt Arbeitnehmern das Recht auf kurzzeitige Arbeitsverhinderung (bis zu 10 Tage) bei einer plötzlichen Pflegesituation und auf bis zu 6 Monate Pflegezeit (unbezahlte Freistellung). Das Familienpflegezeitgesetz ermöglicht eine Reduzierung der Arbeitszeit auf mindestens 15 Stunden für bis zu 24 Monate. Für selbstständige Ärzte gelten diese Gesetze nicht direkt, aber die KV kann in begründeten Fällen Ausnahmeregelungen treffen. Eine Pflegezusatzversicherung sichert eigene Pflegebedürftigkeit ab.

Praktische Hinweise für Ärzte

  • Als angestellter Klinikarzt: Sprechen Sie frühzeitig mit der Personalabteilung über Pflegezeit-Optionen.
  • Als niedergelassener Arzt: Organisieren Sie Vertretungsregelungen für Pflegephasen im Voraus.
  • Nutzen Sie Pflegeberatungsangebote der Krankenkassen (§ 7a SGB XI).
  • Prüfen Sie Ihren Anspruch auf Pflegegeld aus der Sozialversicherung des pflegebedürftigen Angehörigen.
  • Ärzteversichert berät zu eigenen Pflegeabsicherungen und Vorsorge.

Quellen

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