Den PKV-Basistarif gibt es bei nahezu allen privaten Krankenversicherern, da er per Gesetz angeboten werden muss. Die Leistungen sind gesetzlich auf GKV-Niveau fixiert, die Beiträge dürfen den Höchstbeitrag der GKV nicht überschreiten (2026: rund 900 Euro monatlich). Für wen der Basistarif sinnvoll ist und welcher Anbieter die besten Serviceleistungen bietet, hängt von der persönlichen Situation ab.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Der PKV-Basistarif ist gesetzlich vorgeschrieben und muss bei jedem PKV-Anbieter angeboten werden
  • Leistungen entsprechen dem GKV-Standard, Beitrag ist auf den GKV-Höchstbeitrag gedeckelt
  • Relevant vor allem für Versicherte, die sich ihren bisherigen PKV-Tarif nicht mehr leisten können

Ausführliche Antwort

Der Basistarif nach § 152 VAG richtet sich an PKV-Versicherte, die ihren bisherigen Tarif aus finanziellen Gründen nicht mehr bedienen können, sowie an bestimmte Personengruppen beim Einstieg in die PKV. Ärzte wechseln selten in den Basistarif, können jedoch als Praxisinhaber Mitarbeitern, die freiwillig privat versichert sind, diesen Tarif empfehlen. Überdies ist der Basistarif für rückkehrende Ärzte relevant, die nach einem längeren Auslandsaufenthalt wieder in Deutschland versicherungspflichtig werden.

Alle PKV-Anbieter bieten denselben gesetzlich definierten Leistungsrahmen im Basistarif an. Unterschiede bestehen im Kundenservice, der digitalen Abwicklung von Leistungsanträgen und der Erreichbarkeit der Sachbearbeiter. Anbieter wie Debeka, DKV und die Allianz Private Krankenversicherung gelten als besonders servicestark. Die Beitragshöhe kann je nach Anbieter leicht variieren, da der Deckel nur nach oben gilt.

Wer dauerhaft im Basistarif bleibt, verzichtet auf wesentliche PKV-Vorzüge wie freie Arztwahl, Chefarztbehandlung und Einzelzimmer im Krankenhaus. Ein regelmäßiges Prüfen der persönlichen Situation kann die Rückkehr in einen Volltarif ermöglichen.

Worauf Ärzte besonders achten sollten

Ärzteversichert weist darauf hin, dass der Wechsel in den Basistarif zwar kurzfristig Beiträge spart, langfristig aber zu höheren Tarifrückstufungskosten beim Wechsel zurück in den Standardtarif führen kann. Wer finanzielle Engpässe hat, sollte zuerst einen Beitragsaufschubantrag oder eine Tarifsenkung prüfen, bevor er in den Basistarif wechselt.

Quellen und weiterführende Informationen

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