PKV-Beiträge steigen langfristig aufgrund von Kostensteigerungen im Gesundheitswesen, demographischem Wandel und Niedrigzinsphase. Ärzte, die PKV-versichert sind, sollten die Treiber dieser Entwicklung kennen und Maßnahmen zur Beitragsstabilisierung ergreifen.
Hintergrund
Die PKV-Beitragserhöhungen haben drei Hauptursachen: steigende medizinische Kosten (neue Therapien, Technologien), demographische Entwicklung (ältere Versicherte verursachen höhere Kosten) und die Niedrigzinsphase (geringere Erträge aus Kapitalanlagen der Versicherer). Der Treuhänder muss jede Beitragserhöhung genehmigen. Beim Eintritt in die PKV werden Altersrückstellungen gebildet, die die Beiträge im Alter stabilisieren sollen. Dennoch sind regelmäßige Beitragsanpassungen unvermeidlich.
Praktische Hinweise für Ärzte
- Nutzen Sie Ihr Recht auf Tarifwechsel nach § 204 VVG, wenn der aktuelle Tarif zu teuer wird.
- Erhöhen Sie die Selbstbeteiligung temporär, wenn Beiträge in einer Niedriglohnphase drücken.
- Schließen Sie frühzeitig einen Beitragsentlastungsbaustein ab, der im Alter Beiträge senkt.
- Prüfen Sie alternativ einen Wechsel in einen günstigeren Tarif desselben Versicherers.
- Ärzteversichert analysiert Ihre PKV-Beitragsentwicklung und zeigt Optimierungsmöglichkeiten auf.
Quellen
- PKV-Verband: Beitragsentwicklung
- § 203 VVG Beitragsanpassung (Gesetze im Internet)
- Stiftung Warentest: PKV-Beiträge im Alter
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