Für Arztpraxen stehen zahlreiche Apps zur Verfügung, die Terminbuchung, Patientenkommunikation und Dokumentation vereinfachen. Die beste Lösung hängt von der Fachrichtung, der Praxisgröße und der vorhandenen Praxissoftware ab. Führende Anbieter sind Doctolib, Samedi und jameda.
Hintergrund
Praxis-Apps lassen sich in mehrere Kategorien unterteilen: Terminbuchungs-Apps ermöglichen Patienten die Online-Buchung rund um die Uhr und reduzieren den Telefonaufwand. Kommunikations-Apps ermöglichen sichere Nachrichten zwischen Praxis und Patienten gemäß DSGVO. Dokumentations-Apps erleichtern die Befunderfassung am Patientenbett. Viele Praxissoftwaresysteme wie CGM, Turbomed oder Medatixx bieten eigene App-Module an. Bei der Auswahl ist die Schnittstellenkompatibilität mit dem bestehenden Praxisverwaltungssystem entscheidend. Die Kosten variieren zwischen kostenlosen Basislösungen und mehreren Hundert Euro monatlich für umfangreiche Pakete. Datenschutz und DSGVO-Konformität sind bei allen Apps für den medizinischen Einsatz zwingend erforderlich.
Praktische Hinweise für Ärzte
- Prüfen Sie, ob die App eine Schnittstelle zu Ihrer bestehenden Praxissoftware (PVS) anbietet.
- Achten Sie auf DSGVO-konforme Datenspeicherung auf deutschen oder europäischen Servern.
- Testen Sie kostenlose Testphasen mehrerer Anbieter, bevor Sie sich langfristig binden.
- Berücksichtigen Sie die Patientenstruktur: Jüngere Patienten nutzen Apps häufiger als ältere.
- Koppeln Sie die App-Einführung mit einer Anpassung Ihrer Versicherungsverträge, insbesondere der Cyberversicherung.
- Ärzteversichert berät Sie auch zu Versicherungsfragen rund um digitale Praxislösungen.
Quellen
- Kassenärztliche Bundesvereinigung: Digitalisierung in der Praxis
- Doctolib: Online-Terminbuchung für Ärzte
- Bundesdatenschutzbeauftragter: DSGVO im Gesundheitswesen
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